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Statistik: Deutlich weniger Sprengungen von Geldautomaten in Hessen

Ein gesprengter Geldautomat liegt in Trümmern. Foto: Axel Vogel/Archiv Ein gesprengter Geldautomat liegt in Trümmern.
Wiesbaden/Gießen. 

Gegen den bundesweiten Trend haben Panzerknacker in Hessen im ersten Halbjahr seltener zuschlagen. Nach vorläufigen Daten des Polizeipräsidiums Mittelhessen gab es zwölf Attacken auf Geldautomaten. Im Vorjahreszeitraum wurden 25 Fälle registriert. Nach Einschätzung eines Sprechers des Polizeipräsidiums lässt sich daraus aber kein grundsätzlicher Trend ablesen. Die Lage könnte sich im Laufe des Jahres ändern. Während Geldautomatensprenger 2017 eher im Rhein-Main-Gebiet aktiv waren, zieht sich ihre Spur in diesem Jahr bislang quer durchs Land.

Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte bundesweit ersten Daten zufolge im ersten Halbjahr 187 Attacken auf Geldautomaten. Im Vorjahreszeitraum wurden etwa 140 Angriffe gezählt, in den ersten sechs Monaten 2016 rund 180. Das BKA geht daher von normalen Schwankungen aus.

In 80 Fällen erbeuteten Täter bundesweit im ersten Halbjahr durch die Sprengung Geld, 107 Mal blieb es beim Versuch. Nach den Erfahrungen der Polizei sind meist Banden am Werk, die häufig aus dem Ausland stammen. Die Täter leiten oft Gas oder ein Gasgemisch ein und bringen es zur Explosion. Die Sprengungen richten teilweise größere Schäden an als der Diebstahl des Geldes.

(dpa)

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