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Durchsuchungen nach Schießerei in Frankfurt: Fahndung nach Innenstadt-Schützen

Nach der Schießerei in der Frankfurter Innenstadt mit zwei Verletzten fahndet die Polizei weiter mit Hochdruck nach den Tätern. Wie ein Sprecher am Morgen mitteilte, handelt es sich bei den Opfern um einen 20- und einen 41-jährigen Mann.
Eine Menschentraube aus Schaulustigen bildete sich nach der Schießerei um die Einsatzwagen. Foto: Bernd Kammerer Eine Menschentraube aus Schaulustigen bildete sich nach der Schießerei um die Einsatzwagen.
Frankfurt.  Nach der Schießerei vor einem Frankfurter Straßencafé ermittelt die Staatsanwaltschaft in Rockerkreisen. Rivalität zwischen verschiedenen Gruppen der Hells Angels wird als Hintergrund der Auseinandersetzung vermutet, bei der am Donnerstag zwei Männer angeschossen wurden. «Wir gehen davon aus, dass es ein Streit zwischen Rockern war», sagte Nadia Niesen, Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft, am Freitag.

Bilderstrecke Schüsse in der Frankfurter Innenstadt: Zwei Schwerverletzte
Nachdem in der Frankfurter Innenstadt Schüsse am hellichten Tag aus einem fahrenden Auto gefeuert worden sind, hat die Polizei den Tatort um den Stoltze-Platz weiträumig abgesperrt. Sie fahndet intensiv nach den bislang unbekannten und flüchtigen Tätern. Hintergrund der Tat, bei der zwei Personen schwerverletzt wurden, ist offenbar eine Auseinandersetzung in der Rockerszene.Die Cafés und Restaurants rings um den Friedrich-Stoltze-Platz sind wegen ihrer Außenplätze sehr beliebt an sonnigen Tagen. Gestern Nachmittag (05.05.) fielen dort mehrere Schüsse.Ein weißer Mercedes-Geländewagen (im Bild) war an der Restaurant-Bar "Helium" in der Bleidenstraße vorgefahren. Mindestens zwei Männer seien aus dem Fahrzeug gestiegen – und aus einer Gruppe von "Helium"-Gästen heraus sofort unter Beschuss genommen worden.


Nach dem oder den Schützen und nach der Tatwaffe werde gesucht. Es habe mehrere Durchsuchungen gegeben, sagte Niesen. Einzelheiten nannte sie nicht. Schon vor knapp zwei Jahren hatten Schüsse unter Hells-Angels-Mitgliedern am Rand des Frankfurter Bahnhofsviertels für Aufsehen gesorgt.

Dieses Mal spielte sich das Geschehen in der Nähe der Hauptwache in der City ab. Ein oder mehrere Täter hatten am Donnerstagnachmittag auf einem belebten Platz mit Bars und Cafés auf einen weißen Geländewagen geschossen, aus dem zwei 20 und 41 Jahre alte Männer stiegen. Mehrere Schüsse trafen die Windschutzscheibe. Das Auto mit Gelnhausener Kennzeichen habe auch die Kombination der Ziffern 1 und 8 aufgewiesen, ein Hinweis auf Hells Angels - der erste und der achte Buchstabe im Alphabet.

Zwei Polizisten mit Maschinenpistolen sichern nach den Schüssen die Absperrung am Friedrich-Stoltze-Platz.
Rockerkrieg in Frankfurt? Schießerei im Herzen von Frankfurt

In der Frankfurter Innenstadt ist gestern am helllichten Tag mehrfach geschossen worden. Mindestens zwei Menschen wurden schwer verletzt. Hintergrund ist offenbar eine Auseinandersetzung im Rockermilieu.

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Der oder die Schützen müssen vor dem voll besetzten Café auf den Wagen gewartet haben: Ein Schütze sei direkt auf das Auto zugegangen und habe geschossen, sagte Niesen. Einer der Männer, die aus dem Auto stiegen, habe ebenfalls eine Waffe gezogen, sei aber nicht mehr zum Schuss gekommen, sondern vorher getroffen zusammengebrochen. Die Waffe ließ er fallen, sie wurde sichergestellt.

Die beiden 20 und 41 Jahre alten Männer, die von Schüssen getroffen wurden, wurden ins Krankenhaus gebracht. Einer der beiden sei operiert worden, sagte Niesen. Beide Männer seien außer Lebensgefahr.

Die Ermittler konzentrierten sich bei der Tätersuche zunächst auf einen schwarzen Kombi und ein sichergestelltes Motorrad. Sie könnten als Fluchtfahrzeuge gedient haben. Einen terroristischen Anschlag schlossen die Ermittler aus.
Im Sommer 2014 waren unter Hells-Angels-Mitgliedern am Rand des Frankfurter Bahnhofsviertels Schüsse gefallen. Die Kontrahenten gehörten zwei verschiedenen Gruppen der Rocker an. Vier Menschen waren damals verletzt worden. Der Vorwurf des versuchten Totschlags wurde später fallengelassen. Der mutmaßliche Schütze könne sich auf Notwehr berufen, argumentierte die Staatsanwaltschaft.
Hells Angels werden immer wieder mit Straftaten wie Schutzgelderpressung, Drogen-, Waffen- und Menschenhandel in Verbindung gebracht. Im Frankfurter Rotlichtviertel arbeiten Mitglieder der Gruppe unter anderem als Bordellbetreiber, Wirtschafter oder Türsteher. Zwei Frankfurter Charter hatte das hessische Innenministerium 2011 verboten.
 
Ein oder mehrere Täter hatten am Donnerstagnachmittag auf einem belebten Platz mit Bars und Cafés auf ein Auto geschossen, aus dem zwei Männer stiegen. Einen terroristischen Anschlag schlossen die Ermittler aus. (red)

 

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