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Kriminalität Tödlicher Streit in Wiesbaden: Drei Tatverdächtige: Haftbefehle nach Messerstecherei

Nach einem Fest geraten zwei Gruppen mit jungen Männern aneinander. Auslöser ist wohl eine Kleinigkeit, am Ende ist ein 19-Jähriger tot. Gegen zwei mutmaßliche Messerstecher beantragt der Staatsanwalt Haftbefehle.
Ein Toter und zwei Verletzte bei Messerstecherei Foto: Michael Ehresmann (Wiesbaden112.de) Polizei und Sanitäter im Einsatz
Wiesbaden. 

Nach der blutigen Messerstecherei in der Wiesbadener Fußgängerzone hat die Polizei drei Tatverdächtige festgenommen. Es handelt sich um junge Männer im Alter von 22 und 23 Jahren, die aus Wiesbaden und der Umgebung stammen, wie Oberstaatsanwalt Andreas Winckelmann am Montag in Wiesbaden sagte. Gegen zwei der jungen Männer hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehle beantragt. Der zuständige Ermittlungsrichter wollte noch im Laufe des Tages darüber entscheiden.

Bei einem dritten Verdächtigen geht die Staatsanwaltschaft mittlerweile davon aus, dass er nicht direkt an der Tat beteiligt war. Was genau in der Nacht zum Sonntag passiert ist, sei nach wie vor teilweise unklar. Laut Winckelmann hat sich keiner der drei Beschuldigten bisher zur Sache geäußert.

Die Staatsanwaltschaft ist jedoch sicher, dass die Tat keinen ethnischen Hintergrund hat. Zwei der Verdächtigen waren bereits am Sonntag festgenommen worden; der Dritte stellte sich am Montag der Polizei. Den Ermittlern sei es aus eigener Kraft zügig gelungen, die Verdächtigen zu finden. Hinweise aus der Bevölkerung habe es kaum gegeben, erklärte Polizeisprecher Andreas Hemmes.

Zu dem tödlichen Streit war es gekommen, nachdem die beiden Gruppen etwa um 3.30 Uhr nachts in der Innenstadt aufeinandergetroffen waren. In der Landeshauptstadt wurde am Wochenende das Straßenfest Theatrium gefeiert. Bei der einen Gruppe soll es sich um drei, bei der anderen um sechs Personen gehandelt haben.

Im Verlauf des Streits soll die größere Gruppe von Mitgliedern der Dreiergruppe mit Messern attackiert worden sein. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass nur das Trio ein oder mehrere Messer gezogen hat. Die Verdächtigen flüchteten vom Tatort. Nach dpa-Informationen soll es sich um einen „Streit aus dem Nichts“ gehandelt haben, der dann eskalierte.

Ein junger Mann im Alter von 19 Jahren wurde durch die Messerattacke tödlich verletzt. Laut Winckelmann erhielt er einen Stich ins Herz. Er starb trotz Wiederbelebungsversuchen am Tatort. Ein weiteres Opfer habe einen Stich in die Bauchspeicheldrüse erlitten und musste notoperiert werden. Er sei mittlerweile außer Lebensgefahr. Ein drittes Opfer kam laut Winckelmann mit leichteren Verletzungen davon, befindet sich aber ebenfalls noch im Krankenhaus.

Gegen die Verdächtigen wird wegen des Verdachts auf Totschlag, versuchten Totschlag und schwere Körperverletzung ermittelt.

(lhe)

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