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Sommer, Sonne...Einbruchszeit?: Mythen und Fakten rund um Einbrecher

Der Sommerurlaub steht vor der Tür, der Geruch von Sonnencreme, Meer und exotischen Früchten liegt einem schon förmlich in der Nase, doch dann passiert es. Ein unangenehmer Gedanke drängt sich in den Vordergrund - Einbrecher! Wie Sie sich bestmöglich vor einem Einbruch Zuhause schützen können, um anschließend mit einem guten Gefühl in den Urlaub reisen zu können, lesen Sie hier.
Foto: imago stock&people (imago stock&people)
Frankfurt.  Nachdem die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle 2015 mit 167.136 Fällen bundesweit einen Höchststand erreicht hat, ist diese 2016 immerhin um 9,5 Prozent auf 151.265 Fälle gesunken. Dennoch haben viele Angst, ihre Wohnungen und Häuser für eine längere Zeit unbewohnt zu lassen. Zurecht? Von den registrierten Fällen wurden lediglich 17.670 Tatverdächtige ermittelt.

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema zusammengefasst, damit Sie beruhigt Ihren Urlaub genießen können:




 Zu welcher Jahreszeit finden die meisten Einbrüche statt?

Entgegen des Gerüchts, zur Zeit der Sommerferien fänden besonders viele Einbrüche statt, ist genau das Gegenteil der Fall. Laut einer Studie zu Wohnungseinbrüchen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), sind die Sommermonate sogar am wenigsten betroffen. Nicht einmal fünf Prozent aller Einbrüche fielen demnach auf den Juli und die Folgemonate August und September erreichten maximal acht Prozent.

Die meisten Einbrüche finden im Spätherbst und Winter statt, doch nicht zwangsläufig abends. Mit 16,8 Prozent ist die Zeit zwischen 12 und 14 Uhr eine der beliebtesten. Zwischen 16 und 18 Uhr herrscht Hochkonjunktur. Ab 18 Uhr sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen Einbruch wieder.


Auf was haben es die Einbrecher abgesehen?

Bargeld, Schmuck, Uhren und Kunstgegenstände werden am liebsten mitgenommen. Doch auch die moderne Technik interessiert viele. So sollten Sie Tablets, Handys und Laptops sicherstellen.
Interessant ist, dass sich auch Fahrräder großer Beliebtheit erfreuen.


Was sagt die Statistik?

Das Polizeipräsidium Frankfurt veröffentlicht einmal im Jahr Kriminalstatistiken in denen unter anderem  das Thema Wohnungseinbruchdiebstahl (WED) behandelt wird. Die wichtigste Erkenntnis aus dem Jahr 2016 ist: Die Anzahl der gelungenen Einbrüche in Kombination mit Diebstahl geht wieder zurück.

Zwar stieg die Quote der versuchten Einbrüche, doch knapp die Hälfte der Taten des vergangenen Jahres verblieb im Versuchsstadium. Die hohe Versuchsquote von 47,6 Prozent zeigt deutlich, dass man sich vor Wohnungseinbruch sinnvoll schützen kann. Die Aufklärungsquote der Polizei war zwar weiterhin niedrig, stieg aber im Vergleich zum vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf 12,6 Prozent.

Unter allen Bundesländern liegt Hessen mit knapp 190 Fällen pro 100.000 Einwohner im Mittelfeld auf Platz 8.


Wer bricht bei uns ein?

Zuerst einmal lässt sich sagen, dass das gängige Klischee, Einbrecher seinen meist osteuropäischer Herkunft, offiziell ungültig ist. Fast 60 Prozent der Tatverdächtigen sind Deutsche. Dass man bei der Vorstellung an einen Dieb meist einen Mann im Kopf hat kommt jedoch nicht von ungefähr. Über 85 Prozent der Einbrecher sind männlich. Meist handelt es sich um junge Erwachsene, die schon vorher polizeilich in Erscheinung getreten.


Wie gehen die Einbrecher vor und wie kann ich mich schützen?

In Einfamilienhäuser dringen die Täter fast immer über normale Fenster (40,4 %), Fenstertüren (40,7 %) und Kellerfenster (4,5 %) ein. Für die meisten Einbruchsopfer ist es besonders schlimm, dass der Einbrecher überhaupt in der Wohnung war und somit die Privatssphäre nachhaltig verletzt hat. Einbruchmeldeanlagen können dies nicht verhindern, denn sie melden den geschehenen Einbruch lediglich. Daher rät die Polizei in erster Linie zu geprüfter, mechanischer Sicherheitstechnik für das eigene Zuhause. So kann der Einbruch im Versuch stecken bleiben – der EInbrecher gelangt gar nicht erst ins Haus. Von Panzerriegeln über Zusatzschlösser und Sicherheitsbeschläge gibt es mitlerweile alles, was das sIcherheitsbedürftige Herz begehrt.

Allerdings sollte man sich vorher gut informieren, nicht jeder Einbruchsschutz hält, was er verspricht. Am besten eignet sich hierfür ein Anruf bei den polizeilichen Beratungsstellen.

Auch die sozialen Netzwerke sid nicht zu unterschätzen. Vermeiden Sie es am besten bei Facebook und Co anzugeben, in welchem Zeitraum Sie nicht Zuhause sind.






 

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