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Polizei: Susannas mutmaßlicher Mörder ist vermutlich in den Irak geflüchtet

Die seit dem 22. Mai vermisste Susanna F. aus Mainz wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Zwei Männer sind dringend tatverdächtig. Einer wurde festgenommen. Der andere hat mit seiner Familie das Land verlassen.
Wiesbaden. 

Susanna F. aus Mainz ist tot. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstagvormittag auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden mit.

Die 14-jährige Schülerin aus Mainz war am 22. Mai von einem Ausflug mit Freunden nicht zurückgekehrt. Seither galt sie als vermisst. Die Polizei hatte umfangreiche Suchaktionen durchgeführt, zunächst aber ohne Erfolg.

Leiche unter Holz und Gras versteckt

Am Mittwoch, 6. Juni, fanden die Ermittler schließlich die Leiche der 14-Jährigen. Susanna lag in einem provisorischen Erdgrab am Rand der Bahngleise bei Wiesbaden-Erbenheim. Ihr Körper war mit Holzstücken und Gras bedeckt.

Bitte teilen - die Polizei sucht Zeugen

Die Polizei hatte das Gebiet in den vergangenen Wochen bereits abgesucht. Die Leichensuchhunde hatten aber nicht angeschlagen. Die Beamten führen das auf die anhaltende Trockenheit zurück - sie hatte die Verwesung des Körpers verlangsamt.

Susanna sei durch "Einwirkung auf den Hals" getötet worden, sagten die Ermittler. Ersten Erkenntnissen zufolge sei sie entweder am Abend des 22. Mai oder in der Nacht auf den 23. Mai getötet worden.

13-jähriger Flüchtling gibt entscheidenden Hinweis

Zwei Männer sind dringend tatverdächtig: ein 35-jähriger Mann aus der Türkei und ein 20-jähriger Mann aus dem Irak. Beide sind als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

Der entscheidende Hinweis auf die Täter und das Versteck der Leiche kam von einem 13-jährigen Flüchtling. Offenbar hatte der 20-jährige Tatverdächtige ihm von der Tat erzählt. Der 13-Jährige verständigte daraufhin am 5. Juni die Polizei.

Die Polizisten entdeckten die Leiche am 6. Juni. Weil ihre Identifizierung einige Zeit in Anspruch nahm, konnte die Bestätigung erst am 7. Juni erfolgen.

20-Jähriger auf der Flucht

Die Ermittler haben den 35-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Der 20-jährige Tatverdächtige ist offenbar geflüchtet. Sein Name ist Ali B.

Nach Angaben der Polizei hat B. am 1. Juni für sich, seine Eltern und fünf Geschwister einen Flug von Düsseldorf nach Istanbul gebucht. Am 2. Juni reiste er mit seinen Eltern und fünf Geschwistern in die Türkei. Einen Tag später stiegen sie in ein Flugzeug in den Irak. Wo Ali B. sich zurzeit befindet, ist unklar. Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass er in die Stadt Erbil gereist ist.

Der Tatverdächtige ist international zur Fahndung ausgeschrieben.

Die Polizei hat ein Callcenter eingerichtet. Zeugen oder Hinweisgeber werden gebeten, sich unter der Rufnummer (0611) 345-5555 zu melden.

ror

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