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VSLBE: Christian Schleinitz' Herz schlägt für Musik und Texte

Schon früh hat Christian Schleinitz angefangen, Gedichte zu schreiben, und irgendwann gemerkt, dass man daraus Lieder machen kann. Mittlerweile hat er schon einige Songs und Musikvideos veröffentlicht.
„VSLBE“ alias Christian Schleinitz bringt Sprechgesang nach Friedrichsdorf. Zusammen mit seinem Freund hat er ein Label gegründet. „VSLBE“ alias Christian Schleinitz bringt Sprechgesang nach Friedrichsdorf. Zusammen mit seinem Freund hat er ein Label gegründet.

Sein erster Auftritt vor Publikum war ganz spontan bei einer Silvesterfeier bei Freunden. Er begeisterte die Anwesenden mit Battle-Rap. Damals war Christian Schleinitz erst 16 Jahre alt. Bis er seinen ersten Song veröffentlichen würde, sollten noch mehr als zwei Jahre vergehen. Mittlerweile ist er 20, hat seinen eigenen YouTube-Kanal und präsentiert dort seine Werke. Aber nicht nur auf YouTube ist er unter seinem Künstlernamen VSLBE, der Abkürzung seines ursprünglichen Künstlernamens „Vorstadtliebe“, zu finden, sondern unter anderem auch auf den Internetplattformen Instagram oder Deezer. Er tritt auf Partys auf, auch in einer Shishabar in Bad Homburg war er schon zu hören. „Ich würde mich nicht als Rapper bezeichnen. Es ist kein Rap und kein Pop, was ich mache, es ist Sprechgesang, sogenannter Raop, also halb Rap, halb Pop.“

Spielt Klavier

Schleinitz’ Interesse an Musik und Texten entstand schon früh: In seiner Familie gehörte Musik immer dazu. Sein Vater spielt seit 30 Jahren Klavier, er selbst hatte vom 7. bis zum 13. Lebensjahr ebenfalls Unterricht. Seit drei Jahren spielt er wieder. Seine beiden jüngeren Brüder entschieden sich fürs Schlagzeug, die Mutter singt im Chor. „Musik ist so groß, ich höre alles, und sage zu keinem Genre Nein“, erzählt Schleinitz.

Für Lyrik und das Schreiben von Gedichten interessiert er sich seit der sechsten Klasse. „Geben Sie mir Goethe, ich lese es“, habe er damals in der Schule gesagt. „Ich finde es faszinierend, wie viele Worte sich reimen.“ Damals seien VSLBEs Texte sehr melancholisch, depressiv und voller Selbstzweifel gewesen. „Das Alleinsein war ein großes Thema“, erzählt er. Mittlerweile schreibe er ebenso von Liebe wie vom Wunsch nach Frieden auf der Welt. „Wir schauen alle viel zu viel weg. Wir sollten uns mehr bewusst machen, was wir falsch gemacht haben, und Lösungsansätze suchen, um die Welt immer ein Stückchen besser zu machen“, sagt er. Beim Schreiben hat er dann gemerkt, dass aus den Texten Lieder werden können. Bis er seinen ersten Song veröffentlichte, hatten sich schon rund 300 Texte angesammelt.

Wenn Christian Schleinitz eine Idee hat, beschäftigt sie ihn, bis er sie umgesetzt hat. Das war von Anfang an so. Manchmal ist ein Lied in einer Stunde fertig, manchmal dauert es Wochen. Er investiert viel Zeit in sein Hobby. Jeden Tag nach der Arbeit – er hat nach dem Fachabi auf der Feldbergschule eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann begonnen – sitzt er drei bis vier Stunden an Texten, Beats und Melodien, übt Atemtechniken und die Aussprache. „Beat und Text sind für mich gleichgestellt. Beides muss stimmen.“ Seine Vorbilder sind die Musiker Cro und Danju, die ihre Songs als eine Mischung aus Rap und Pop bezeichnen. Die Eltern des 20-Jährigen kommen aus Ungarn, deshalb spricht der Musiker die Sprache fließend. Er selbst wurde aber in Witten bei Bochum geboren und textet deshalb auf Deutsch.

Mehr Kosten als Verdienst

Sein Hobby würde der Friedrichsdorfer gern einmal zum Beruf machen: „Ich strenge mich sehr an. Mein Ziel ist aber primär, dass möglichst viele Leute meine Musik hören.“ Derzeit kostet ihn sein Hobby mehr, als es einbringt. In Kürze will er sein Album „closed file“ veröffentlichen – mit Songs, die sich um die Liebe und das Alleinsein drehen. Ein weiteres mit dem Titel „gut.“ soll noch dieses Jahr folgen.

Bis vor kurzem gehörte der Künstler zu der Gruppe „Red Skyline Crew“, die er durch einen Freund, den Rapper Salvatore Catania alias Revvnecc, kennengelernt hat. Doch schon nach einem Jahr merkte Schleinitz, dass er etwas Neues und Eigenes machen möchte. Mit Revvnecc gründete er vor kurzem „lonelydreamer“, ein eigenes Label für Künstler jeder Art. So möchte er seinen Traum, möglichst viele Menschen zu erreichen, die genauso fühlen wie er, weiter verfolgen und seine Zukunft gestalten.

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