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Kommentar: Der Trainer muss passen

<span></span> Foto: Christian Christes (www.chrischristes.de)

Von NELE HÜPPER

Solange ich Fußball spiele und gucke, waren meine vornehmlich männlichen Trainer immer eins: alt. In der Tradition eines Sepp Herbergers waren sie zudem meistens knurrig und „vom alten Schlag“ – ein bisschen wie mein Opa. Auch an der Seitenlinie meines Herzensvereins standen immer mehr oder weniger ältere Herren.

Doch der Jugendwahn, der gerade die Bundesliga heimsucht, scheint das Ende der „alten Garde“ einzuläuten. Aktuelles Beispiel: Wenn Julian Nagelsmann heute in Bremen das erste Mal für die TSG Hoffenheim an der Seitenlinie steht, wird er der jüngste Trainer der Bundesligageschichte sein. Zudem hat der FC Bayern München just am Freitag seinen neuen Chefscout vorgestellt:
Timon Pauls, 23 Jahre jung.

Das kann man gut oder schlecht finden. Fakt ist: Zwischen Mannschaft, Trainer und Fans muss es passen. Manchmal sind es gerade Routine und Erfahrung, die eine Mannschaft voranbringen können. Diese fehlen bei jungen Trainern.

Abgesehen davon: Dieser Jugendwahn macht mir Angst. Julian Nagelsmann ist nur sechs Jahre älter als ich und steht schon ganz oben auf der Karriereleiter. Das setzt mich persönlich unter Druck. Denn da stellt sich mir die Frage: Was muss ich in nächster Zeit alles leisten, um in seinem Alter auch schon so weit gekommen zu sein? Ist das zu schaffen? Und wie sinnvoll ist das überhaupt?

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