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Zeitrafferfilm lässt Zeichenarbeit wie Zauberei wirken: Ein Portrait in zwei Minuten

Von Für die Taunus Zeitung hat Lukas Krück von der Feldbergschule Oberursel ein Aquarell gemalt. Und nicht nur das: Während er den Bleistift über das Papier führte und den Aquarellpinsel schwang, ließ er eine Kamera mitlaufen.
Lukas Krück aquarelliert die letzten kleinen Flächen im Portrait von Hans-Georg Brum. Die Kamera ist auf die Arbeitsfläche gerichtet und nimmt den Entstehungsprozess für den Speedpaintingfilm auf. Lukas Krück aquarelliert die letzten kleinen Flächen im Portrait von Hans-Georg Brum. Die Kamera ist auf die Arbeitsfläche gerichtet und nimmt den Entstehungsprozess für den Speedpaintingfilm auf.
Oberursel. 

Es sieht aus, als zaubere Lukas Krück die Gesichtszüge von Hans-Georg Brum mal eben so auf das Papier, in Windeseile huscht seien Hand vor der Kamera entlang. Wo eben noch Weiß war, entstehen wie aus dem Nichts Augen, Nase Lippen, die markante Brille, die Gesichtskonturen, das Haar, Kragen- und Krawattenansatz. Im zweiten Schritt folgt die Farbe. Zarte Aquarelltöne in sanftem Grün geben dem Bild eine künstlerische Anmutung.

Im Original passt Brums Konterfei auf ein Din-A 4-Blatt. Jetzt ziert es das Interview mit dem Bürgermeister, in dem es darum geht, wie sich Freundschaften verändern, wenn man Rathausschef in dem Ort wird, in dem man aufgewachsen ist.

Das, was die Kamera in einer Stunde gefilmt hat, hat Lukas nun auf etwas mehr als zwei Minuten beschleunigt, und nun ist es im Stream als „Speedpainting“ zu sehen. Dass er zwischendrin die Trocknungsphase herausgeschnitten und ein paar kleine Schritte im Zeichnen übersprungen hat, merkt man dem Film nicht an.

Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum.	Zeichnung: Krück Bild-Zoom
Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum. Zeichnung: Krück
Es ist nicht das erste Mal, dass Lukas Krück Filme von Zeichenarbeiten auf Youtube hochlädt. Der 17-Jährige ist ein sehr guter Zeichner und Maler. Alle möglichen Stars hat er schon auf Papier gebracht, Marylin Monroe oder auch Lana del Ray. Ein paar Bilder hängen im Wohnzimmer seiner Eltern. Lukas macht aus seinem Talent und der modernen Umsetzung keine große Sache: „Ich habe einfach irgendwann angefangen zu malen“, sagt er. Einen Malkurs habe er mal in Oberursel besucht. Aber zum Beruf möchte er das nicht machen, sagt er. „Ich habe mir überlegt, in Richtung Pharmachemie zu gehen“, erklärt er. Im Moment besucht er noch die zwölfte Klasse der Feldbergschule in Oberursel. Woher er das Zeichentalent hat? Die Eltern sind Bauingenieure, und der Opa war ein kreativer Architekt und hatte eine künstlerische Ader. Daher könne es vielleicht kommen.

Konstruktionsvermögen und künstlerische Ader reichen sich in einem anderen Hobby die Hände: Lukas Krück baut auch noch gerne selbst Lautsprecher. Zwei davon stehen in seinem Zimmer. Für das Filmen des Malens betreibt er übrigens einen überschaubaren technischen Aufwand: Die Kamera auf dem Stativ klemmt er einfach zwischen Tisch und Bett, das passt.

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