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Zing -. Schüler machen Zeitung: Frühstück mit dem Chef

Wie wird man eigentlich Chef der Volksbank, und wie verläuft ein typischer Arbeitstag? Diesen und anderen Fragen gingen die Schüler der Klasse 4a der Johann-Christian-Senckenberg-Schule in Villmar bei ihrer Recherche nach.
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Limburg. 

Die 21 Kinder der Klasse 4a der Johann-Christian-Senckenberg-Schule Villmar haben heute Besonderes vor: Sie dürfen mit dem Vorstand der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg, Alfred Ullner, frühstücken und ihn mit Fragen löchern.

Die neugierigen und hungrigen Schülerreporter werden in der Schalterhalle der Volksbank in Limburg von den freundlichen und bestens vorbereiteten Auszubildenden Felix Ritter und Lorenz Roth begrüßt.

Im zweiten Stock werden die Kinder von dem gut gelaunten Alfred Ullner und dem fröhlichen Uwe Hofmann liebevoll empfangen und der Duft von frischen Brötchen, Brezeln und anderen Leckereien steigt in die Nasen. Während des ausgiebigen Frühstücks im Konferenzraum der Volksbank plaudern die Mädchen und Jungen mit den vier Herren der Volksbank über ihre Hobbys und fachsimpeln über Fußball, Vereine und Spieler.

Danach zeigen Felix Ritter und Lorenz Roth den Kindern, was eine Bank überhaupt macht. Bisher wussten die Schüler darüber noch nicht so viel – ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Thema Geld beschränken sich eher darauf, Taschengeld in Empfang zu nehmen oder ihre Eltern beim Geldabheben zu begleiten.

Immer weniger Bargeld

Nun lernen die Reporter, dass man sich Geld ausleihen kann, aber dafür Zinsen zahlen muss, dass sie sogar ihr eigenes Konto einrichten könnten und dass sehr viele Menschen kein Bargeld mehr benutzen, sondern alles mit ihrer Bankkarte bezahlen. Durch den Vortrag der Bank-Experten werden die Köpfe mit Informationen über die Bank gefüttert und die Bäuche füllen sich mit leckerem Frühstück.

Auf diese Weise gestärkt, legen die Kinder mit ihren Fragen los. So interessiert sie sehr, welche Aufgaben Alfred Ullner bewältigen muss, wie sein Arbeitstag abläuft und wie lang er schon bei der Volksbank arbeitet.

Info: Zahlen und Daten

Die Volksbank ist die älteste Bank Limburgs, sie hat 450 Mitarbeiter und etwa 100 000 Kunden. Es gibt verschiedene Aufgabenbereiche innerhalb der Bank: den Markt (Kunden beraten und betreuen)

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Der Vorstand erklärt, dass er hauptsächlich im Kreditgeschäft tätig ist und oft „knifflige“ Problemfälle lösen muss, seine Arbeit ihm großen Spaß bereitet, er sich sonntagabends auf die neue Arbeitswoche freut und er seit fast 24 Jahren bei der Volksbank in Limburg arbeitet; zuvor war er 17 Jahre bei einer Volksbank in Frankfurt beschäftigt.

Außerdem erzählt er, dass er zehn Stunden, an vielen Tagen auch bis zu 15 Stunden arbeitet. Nächtliche Einsätze fanden bislang nur statt, wenn irgendwo in der Bank Alarm ausgelöst wurde. Durch verbesserte Sicherheitssysteme ist das in den letzten Jahren jedoch nicht mehr vorgekommen.

Die Kinder interessiert zudem, wie Alfred Ullner Chef der Volksbank wurde. Daraufhin lacht er und antwortet, dass er Glück hatte, aber auch sehr fleißig und engagiert gewesen ist und „viele Jahre des Lernens“ dahinter steckten. Die Kinder möchten auch wissen, ob er einen anderen Beruf erlernen wollte. Darauf kann er nur sagen, dass sein Berufswunsch schon immer war, im Bankgeschäft zu arbeiten. In seiner wenigen Freizeit unternimmt er gern etwas mit seiner Familie und engagiert sich für viele ehrenamtliche Nebentätigkeiten.

Jeden Tag die NNP

Die Schülerreporter sind neugierig, ob Alfred Ullner viel liest. Dies muss er leider verneinen, täglich liest er die NNP und muss sich beruflich durch viele Gesetzestexte arbeiten, sodass für privates Schmökern nur sehr wenig Zeit bleibt. Er betont, wie wichtig und gut das Projekt ZING ist.

Die Kinder sind heiß auf die Themen Banküberfälle und die Sprengung von Geldautomaten. Doch da kann Alfred Ullner beruhigen, bisher wurde noch kein Geldautomat aufgesprengt. Darüber ist er sehr erleichtert, denn damit sind oftmals große Gefahren für Menschen und Gebäude verbunden. Bisher wurde nach Art der „Panzerknacker“ noch nie eingebrochen, und auch die Zahl der Banküberfälle ist gering.

Keine „Panzerknacker“

Von zwei spektakulären Überfällen erfahren die Kinder: Bei dem einen wurde der Täter von Passanten verfolgt und festgehalten, bis die Polizei an Ort und Stelle war. Bei dem anderen rasten die Täter nach dem Überfall mit einem Auto durch Limburg, fuhren auf die B 49 und wurden dort von der Polizei gestoppt und gefasst.

Brennend interessiert die Mädchen und Jungen, wie der Tresorraum der Filiale aussieht und wie viel Geld darin lagert. Alfred Ullner schmunzelt. Enttäuscht müssen die Kinder hinnehmen, dass dies ein Geheimnis ist und aus Sicherheitsgründen auch bleibt.

Leider vergeht die Zeit wie im Flug und so dürfen sich die Kinder zum Abschluss noch die Dachterrasse und Alfred Ullners Büro anschauen, bekommen den Nachttresor, die Funktionen des Kontoauszugsdruckers und des Geldautomaten gezeigt und erklärt.

Alle ZING-Reporter (Lehrerin Isabelle Karl) kommen aus der 4a der Johann-Christian-Senckenberg-Schule in Villmar.

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