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Der größte Feind der gestreiften Honigmacher ist der Mensch: Honigbienen leben ganz schön gefährlich

Aufregung im Bienenstock: Zwei Wespen sind eingedrungen und wollen Futter klauen. Die Klasse 3B der Accadis International-School in Bad Homburg sieht einen spannenden Kampf zwischen Wespen und Bienen. Doch die Bienen sind einfach zu stark. Aber die ZING-Reporter haben mit ihrer Lehrerin Katrin Brall noch viel mehr Spannendes im Institut für Bienenkunde in Oberursel herausgefunden.
Imkergesellin Stefanie Ludewig erklärt,wie man eine Biene ohne Probleme anfassen kann. Bilder > Imkergesellin Stefanie Ludewig erklärt,wie man eine Biene ohne Probleme anfassen kann.
Oberursel. 

Das Institut für Bienenkunde ist ein gutes Zuhause für Bienen. Die Mitarbeiter arbeiten acht Stunden am Tag. Sie haben mehrere Aufgaben, wie sich um die Bienen zu kümmern. Sie prüfen, ob die Bienen gesund sind. Manche Bienen ernten den Honig. Wussten Sie, dass die Waben in einer Maschine geschleudert werden? So kommt der Honig aus den Waben.

Nicht nur die Imkermeisterin Beate Springer, die Imkergesellin Stefanie Ludewig oder der Auszubildende Florian Hamel arbeiten hier, nein, auch Doktoranden, die etwas erforschen. Sie forschen zum Beispiel über Bienenkrankheiten oder das Gedächtnis der Honigbienen.

In den 30er Jahren ist das Institut für Bienenkunde gebaut worden. Es ist über 75 Jahre alt. Es gibt einen großen Garten mit vielen Kästen. Ungefähr 200 Bienenstöcke gibt es hier. Im Eingangsbereich kann man leckeren Honig kaufen. Außerdem gibt es einen großen Raum, in dem Poster hängen und Gruppen etwas erklärt bekommen, einen „Seminarraum“.

Vor dem Eingang steht ein interessantes Schild: „Liebe Pokémon Go!-Spieler, hier gibt es frischen Honig und Bienenwachskerzen zu kaufen! Klingelt zu unseren Verkaufszeiten und fragt einfach nach unseren Honigsorten! Euer Institut für Bienenkunde!“

 

Teamarbeit

 

Bienen leben in einem Bienenstaat. Im Sommer sind in einem Bienenstock bis zu 60 000 Bienen. Jeder hat seine Aufgabe, damit das Zusammenleben gut funktioniert.

Die etwas größere Königin legt bis zu 2000 Eier am Tag. Junge Arbeiterinnen sind Putzbienen und halten die Waben sauber. Ältere Arbeiterinnen bauen Waben, pflegen die Brut (den Nachwuchs) und bewachen den Bienenstock. Sie sammeln Pollen, Nektar und Wasser. Drohnen begatten die Königin, das heißt, sie sorgen für Nachwuchs. Sie leben nur im Frühjahr und Sommer im Bienenstock.

Hätten Sie gedacht, dass Bienen nur einen Teil ihres Futters für sich behalten? Der größte Teil kommt in den besonderen Magen, den Sozialmagen. Aus diesem Magen kann die Honigbiene Futter an andere Bienen weitergeben.

Bienen sprechen durch Tänze, Flügelschläge und Muskelzittern miteinander. Der Tanz zeigt, wo es Futter gibt. Eine Biene tanzt vor, die anderen tanzen ihr nach.

Winterbienen werden älter als Sommerbienen. Sommerbienen können nur 4 bis 6 Wochen alt werden, aber Winterbienen 4 bis 5 Monate alt.

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wo Bienen „auf Toilette gehen“? Auch das hat die Klasse 3B herausgefunden. Sie gehen nicht im Bienenstock „auf Toilette“, sonst werden die anderen Bienen noch krank. Nach dem langen Winter fliegen die Bienen raus, um „auf Toilette zu gehen“. Man nennt das Reinigungsflug. Nach dem Reinigungsflug sieht man kleine, gelbe Flecken, zum Beispiel auf Autoscheiben.

Im Bienenstock ist sehr viel Platz. Die Bienenkönigin lebt meistens in der Mitte und wird von den anderen Bienen beschützt. Bienen bauen ihr Zuhause selbst. Sie bauen hängende Wachsplatten, die Waben. Der Imker gibt den Bienen Kästen, in die sie ihre Waben bauen können. An den Waben bringen sie sechseckige Zellen an. In die Zellen werden Eier gelegt. Aus den Eiern werden Larven. Sie sehen aus wie kleine Würmer. Aus den Larven werden schließlich junge Bienen.

Honigbienen haben viele Feinde. Der größte Feind ist der Mensch, weil Menschen immer mehr Häuser, Straßen und Wolkenkratzer bauen. Ein anderer Feind sind die Wespen. Sie klauen Honig, wenn sie draußen wenig Nahrung finden. Spinnen lauern draußen auf Blumen und fangen Bienen in Spinnennetzen.

Bienen stechen, wenn sie sich bedroht fühlen oder wenn sie ihre Nahrung oder den Bienenstock verteidigen wollen. Sie sterben, wenn sie einen Menschen stechen, weil die Haut von einem Menschen so hart ist, dass der Stachel in der Haut stecken bleibt. Wenn sie versuchen, ihn rauszuziehen, reißt ihr Körper auseinander. Wenn Bienen ein anderes Insekt stechen, können sie den Stachel wieder herausziehen. Die Klasse staunte, als Stefanie Ludewig erzählte, dass sie in den letzten zwei Jahren schon 600 Mal gestochen wurde!

Es macht keinen Sinn, vor einer Biene wegzulaufen, weil Bienen 30 Kilometer in der Stunde schnell fliegen können. Also müssen wir Menschen still stehen bleiben. Wenn sie sticht, müssen wir den Stachel rausziehen und die Wunde kühlen.

Bienen sind nützlich

Beate Springer hat erklärt, wie Honig gemacht wird. Die Bienen sammeln Nektar und transportieren den Nektar in ihrem Honigmagen nach Hause. Sie spucken den Nektar hin und her, das heißt, der Nektar wird von Biene zu Biene weitergegeben. Er wird dann in Waben gelagert. Wenn eine Wabe voll ist, kommt ein Wachsdeckel drauf. Honig entsteht. Honig schmeckt immer etwas anders, weil die Bienen zu unterschiedlichen Pflanzen fliegen. Es gibt sogar 13 bis 15 Honigsorten.

Eine Biene müsste drei Mal um die Erde fliegen, um ein Glas Honig herzustellen!

Die Menschen benutzen manchmal Propolis, um ihre Abwehrkräfte zu stärken. Propolis ist ein Stoff, den die Bienen herstellen, um sich vor Krankheiten zu schützen.

Ohne Bienen würde die Welt ganz anders aussehen. Bienen helfen den Pflanzen, sich zu vermehren, sie bestäuben Blumen. Ohne Bienen gäbe es keine Blumen.

Lieber Leser, schau doch selbst mal nach, wie schön es im Institut für Bienenkunde ist. Die Adresse lautet: Karl-von-Frisch-Weg 2, 61440 Oberursel (Taunus). Das Institut für Bienenkunde hat täglich geöffnet von 7 morgens bis 20 Uhr abends.

Der Eintritt ist kostenlos. Führungen für Schulklassen finden von Mai bis zu den Sommerferien immer dienstags statt. Ab Januar kann man sich dafür anmelden. Beate Springer freut sich auf Ihren Besuch.

Die Autoren: Ann-Sophie, Parastu, Lia, Magdalena, Osei, Mandana, Seung Min, Darius, Lev, Finnja, Anna Stella, Lars, Katharina, David Ste., David Sto., Marie,
Nicholas & Louis

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