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PJZ-Studentin Linda in Taiwan: Reis zum Frühstück

Linda Vorbau (22) verbringt ihre Semesterferien in der taiwanesischen Hauptstadt Taipei. Für das Projekt Junge Zeitung berichtet sie aus der Ferne - und gibt so einen Einblick in die fremde Kultur.
Sushi zum Frühstück? In Taiwan ist das keine Besonderheit... Bilder > Sushi zum Frühstück? In Taiwan ist das keine Besonderheit...
Taipei.  "Yi ge Fantuan yao la" - "ein Klebreisball gefüllt mit scharfem Gemüse": Das ist in Taiwan ein typisches Frühstück. Dabei war es für mich zunächst eine Notlösung, schon am Morgen Reis zu essen. Doch taiwanisches Brot schmeckt mir nicht, es ist für meinen Geschmack zu weich und süß.
 
Ich kaufe meinen „Fantuan“ also an dem Stand, an dem ich schon vor vier Jahren jeden Morgen eingekauft habe. Sobald mich die Verkäuferin sieht, bereitet sie mir meine Mahlzeit zu, ohne dass Worte darüber nötig wären. Stattdessen fragt sie mich, wie es mir geht und was es neues von meiner Arbeit als Praktikantin gibt.

Die Kundin hinter mir in der Schlange wirft uns einen verwunderten Blick zu. Dieses Mädchen kauft jeden Morgen bei mir, sagt die Verkäuferin daraufhin mit einem Lächeln.
Ein gelungener Morgen in Taipei startet für mich bei dieser alten, kleinen Frau denke ich und lächele ebenfalls.
Meinem morgendlichen schwarzen Kaffee bin ich jedoch treu geblieben – allerdings temperaturbedingt in geeister Variante.
 
Bisher war jeder Deutsche, dem ich von meiner taiwanischen Frühstücksgewohnheit erzählt habe, entrüstet. Am Morgen hat es Brötchen, Müsli und Co. zu geben! Basta.
In Taiwan sieht man das anders.

Ein gemütliches Zusammensitzen am heimischen Frühstückstisch gibt es schon einmal nicht. Stattdessen geht es in eines der zahlreichen Frühstücksrestaurants. Wer genügend Zeit mitbringt, isst dort und liest gemütlich die Zeitung. Unter Zeitdruck stehend lassen sich viele ihre Bestellung zum Mitnehmen einpacken.

Im Angebot sind viele Gerichte: In traditionellen Frühstücksläden gibt es beispielsweise Sojamilch in süßer und salziger Variante, Reissuppe, gedämpfte, gebratene und frittierte Teigwaren, Rettichkuchen und die bereits erwähnten Klebreisbällchen.
Eine weitere Möglichkeit stellt die taiwanische Interpretation vom „westlichen Frühstück“ dar. Dort sind Sandwiches, Burger, Bagel, gebratene Nudeln und eine taiwanische Interpretation von Pfannkuchen erhältlich.
Nudeln, Fleisch und Eier werden auf einer heißen Platte hinter dem Tresen gebraten.

 
In vielen lokalen Restaurants werden über den Tag hinweg durchgängig Nudel-Suppen-Gerichte angeboten. Bäckereien hingegen haben in den Morgenstunden für gewöhnlich noch geschlossen.
 
24/7 geöffnet sind allerdings die zahlreichen Minimärkte, die sich „7/11“, „family mart“,  „ok mart“ oder „hilife“ nennen. Neben Frühstück bieten sie so ziemlich alles an: Getränke, Kaffee, Süßigkeiten, Fertiggerichte, Zigaretten, Hygieneartikel; um nur einige zu nennen. Außerdem besteht die Möglichkeit, Geld abzuheben, Rechnungen zu bezahlen und Päckchen aufzugeben.

Aus dem Stadtbild sind sie nicht wegzudenken, Taiwan hat mit über 10.000 an der Zahl die größte Minimarktdichte der Welt. Ungefähr 50 bis 100 Quadratmeter sind sie groß, wie einen Tankstellenshop ohne Tankstelle kann man sich solch ein Geschäft vorstellen. Die Preise unterscheiden sich kaum von denen in regulären Supermärkten.
 
Außer dem Frühstück sind die anderen beiden Hauptmahlzeiten sicherlich auch erwähnenswert - auf sie werde ich in einem meiner nächsten Posts näher eingehen :)

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