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Süwag-Azubi achtet auch zu Hause aufs Stromsparen

Ein Haus steht leer, aber weiterhin läuft der Strom. Wie kann das sein? Bei dieser Frage kommt Jasmin Jardas ins Spiel.
Jasmin Jardas Foto: Hans Nietner Jasmin Jardas
Frankfurt. 

Die 18 Jahre alte Auszubildende beim Energieversorger Süwag Energie AG in Höchst überprüft in der Abteilung Lieferstellenmanagement, wer der Eigentümer des leerstehenden Hauses ist – oder ob dort vielleicht jemand wohnt, der sich nicht angemeldet hat.

Das Lieferstellenmanagement ist nur eine der 14 bis 16 Stationen, die die gebürtige Hanauerin Jasmin Jardas bei ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement durchläuft. Seit 2015 ist sie bei dem Unternehmen tätig. Sie betont: „Von dem, was ich bisher kennengelernt habe, hat mir das Lieferstellenmanagement am besten gefallen.“ Auch in der Poststelle oder in der Netzwirtschaft war es für sie interessant. „Anfangs kannte ich mich nicht so gut mit Zählern aus“, räumt sie ein, „aber man bekommt hier viel erklärt und erwirbt mit der Zeit zusätzliches Wissen.“ Die Süwag bietet ein weites Spektrum an Ausbildungsberufen an. Insgesamt gibt es dort in diesem Jahr 74 Azubis, die ein duales Studium (etwa Betriebswirtschaft, Elektrotechnik oder Systems Engineering) oder einen Ausbildungsberuf nachgehen. Die meisten Azubis sind hinterher Elektroniker für Betriebstechnik, Industriekaufleute und Kaufleute für Bürokommunikation oder Büromanagement. Bereits vor der Ausbildung machen alle Azubis einen Ausflug zu einem Geschäftspartner der Süwag. Während der Ausbildung werden sie durch ein vielfältiges Angebot von Seminaren, Schulungen und Telefontraining unterstützt, außerdem ergänzt regelmäßiger innerbetrieblicher Unterricht den Stoff der Berufsschule. Im ersten Ausbildungsjahr findet ein einwöchiges sozialpädagogisches Seminar „Training von Sozialkompetenz“ statt. Nach der Ausbildung werden die Azubis für zwölf Monate übernommen.

Jasmin Jardas wollte früher Ärztin werden. Aber während ihres Fachabiturs machte sie ein Praktikum beim Verband der Chemischen Industrie und stellte fest, dass Büroarbeit ihr doch mehr liegt. Im Internet stieß sie auf das Ausbildungsangebot der Süwag und war froh, dass es klappte. „Natürlich habe ich mit meinen Freunden viel über die Berufswahl gesprochen“, berichtet sie. In ihrem Freundeskreis lassen sich viele zu Kauffrauen für Büromanagement ausbilden, andere hingegen studieren oder sind ins Ausland gegangen. „Sie haben mir ebenfalls zu einem Studium geraten, jedoch wollte ich lieber etwas Festes in der Hand haben und anschließend studieren.“ Es sei zwar wichtig, auf den Rat seiner Freunde zu hören. „Aber entscheidend ist letztlich, was man selbst möchte, denn man muss mit seiner Wahl glücklich sein.“ Nach ihrer Ausbildung will sie noch ein Studium der Wirtschaftswissenschaften dranhängen.Den Kontakt zu den alten Freunden von der Frankfurter Julius-Leber-Schule hält sie über die sozialen Netzwerke aufrecht. Mit denen, die ebenfalls den Beruf der Kauffrau für Büromanagement lernen, tauscht sie sich oft über die Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Unternehmen aus und stellt jedes Mal fest, wie zufrieden sie mit der Süwag ist. „Ich werde gut betreut und habe durch die Gleitzeit sehr humane Arbeitszeiten“, betont sie. Selbst der Arbeitsweg ist kurz, weil sie in Griesheim wohnt.

Da bleibt noch genügend Zeit für Freunde und für ihren Sport Ringen. „Zuerst hatte ich Angst, dass ich während der Ausbildung keine Freizeit mehr habe, doch das ist nicht der Fall.“ Ihre Ausbildung hat sich allerdings ein wenig auf ihr Verhalten ausgewirkt. Jasmin Jardas geht inzwischen zu Hause sehr effizient Strom um: „Ich schalte jetzt immer die Steckleiste und das Licht aus und lasse nicht mehr die Ladekabel in den Steckdosen.“

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