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Projekt Junge Zeitung: „Wir wollen über Werte sprechen“

Schreiben statt feiern: Zum Start der närrischen Saison haben am Samstag 65 Jugendliche mitten in Frankfurt die Redaktion dieser Zeitung geentert.
pjz - Projekt Junge Zeitung +++ Aufgenommen in der FNP Redaktion , Frankfurt am Main, von Christian Christes >> Veröffentlichung nur gegen Honorar zzgl. MwSt, Tel: 0163 - 510 26 21, Mail: info@chrischristes.de Foto: Christian Christes (www.chrischristes.de) Gemeinsam für die erste eigene Titelseite texten: Phouc (Mitte) und seine zwölf Workshopkollegen.
Frankfurt. 

Sie nahmen – wenn auch unkostümiert – die Schreibtische in Beschlag und besetzten die Stühle der Redakteure. Doch keine Sorge, das war keine feindliche Übernahme. Die jungen Schüler und Studenten sind Teilnehmer des zehnten „Projekts Junge Zeitung“ und werden am 24. Februar eine komplette Samstagsausgabe produzieren. Leitthema ist diesmal „Werte“. Am Samstag durften sie beim großen Workshop dieser Zeitung einen Blick hinter die Kulissen werfen und miterleben, wie Zeitung gemacht wird.

Um drei Minuten nach 10 Uhr standen die ersten Jugendlichen im neuen Newsroom in der Frankenallee. Sie sind Teilnehmer unseres diesjährigen Projekts Junge Zeitung (PJZ) und durften am Samstag hinter die Kulissen unserer Zeitung blicken. Da solle noch mal einer sagen, junge Menschen ließen sich nicht mehr für die gedruckte Zeitung begeistern, sagte PJZ-Projektleiterin Astrid Kopp, während sie letzte Vorbereitungen traf, Blöcke und Stifte auf den Tischen verteilte und Karteikarten auslegte. „Ich bin hochbegeistert“, sagte sie.

Pünktlich um 11 Uhr waren es dann 65 Schüler, die an den Tischen im Kasino des Verlagsgebäudes saßen und aufgeregt schnatterten. „Wir sind total neugierig, wie Zeitung wirklich gemacht wird“, sagte Johanna Toma (18). Und nicht nur das. „Wir wollen frischen Wind in die Redaktion bringen und der älteren Generation zeigen, dass Zeitung auch für jüngere Leute spannend sein kann“, sagte Fabian Beltz.

„PJZ macht sich gut im Lebenslauf“

Die Bad Vilbelerin Marlene Diehl kennt das Projekt Junge Zeitung (PJZ) schon lange. Wir wollten von ihr wissen, was sie immer wieder aufs Neue motiviert und was sie vom Leitthema „Werte“ hält.

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Das fand die volle Unterstützung von Chefredakteur Joachim Braun. Er ermunterte die Teilnehmer, bei der Themenwahl mutig zu sein. In diesem Jahr lautet das Leitthema „Werte“. Braun sagte: „Vermitteln Sie den Lesern Ihre Lebenswelt.“

Genau das hätten die Schüler auch vor, sagte Miriam Dammasch. „Gerade für uns jungen Menschen sind Werte und Moral ein wichtiges Thema, über das wir sprechen wollen“, so die junge Schülerin.

 

Werte, Werte, Werte

Beim Brainstorming zum Leitthema „Werte“ hatten die Jugendlichen eine Menge Spaß. Innerhalb weniger Minuten hatten sie zwei Pinnwände mit ihren Ideen, Geistesblitzen und Stichworten gefüllt.

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Umgang mit Medien

Doch welche Werte beschäftigen junge Menschen überhaupt? Ist es Freundlichkeit? Sind es Menschenrechte? Sind sie Teil einer Kultur oder haben sie internationale Gültigkeit? „Diese und weitere Fragen werden wir mit Sicherheit in der Jubiläumsausgabe beantworten“, versprach Beltz.

Großen Anklang bei den Schülern fand der Poetry-Workshop mit Volontär Dominik Rinkhart. „Ich fand’s toll, dass wir gesehen haben, wie verschieden Schreiben sein kann“, sagte Caroline Rohr.

Deutschlehrerin Kristina Schölch vom Bad Vilbeler Georg-Büchner-Gymnasium ist Fan von PJZ. Weil es Schülern im Umgang mit Medien schule und ihnen außerdem die Möglichkeit gebe, eigene Ideen umzusetzen, sagte sie. Und weil es für Schüler spannend sei, wie Zeitung und Artikel überhaupt entstehe. „Ich hätte nie gedacht, dass über die Agenturen so viele Nachrichten aus der ganzen Welt einlaufen“, sagte Philina Welsch, nachdem Redakteurin Pia Rolfs ihr die Meldungen auf dem Bildschirm gezeigt hatte.

Filmen ohne Berührungsängste

Sie kletterten auf Kommoden, legten sich auf den Boden und hielten verdutzten Schülern und Redakteuren ihre iPads vors Gesicht: Für den Projektfilm gaben die

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Dass auf jede Seite ein großes Bild gehört, die Textlänge angepasst und Anzeigen berücksichtigt werden müssen, hat Noemi Müller überrascht. Wie man ein Thema etwa als Interview, Reportage oder Kommentar umsetzt, erfuhren die Teilnehmer ebenfalls. „Durch diese verschiedenen Darstellungsformen lässt sich eine Zeitung besser lesen“, sagte Schülerin Toma.

Auch die Arbeit in der Redaktion war Thema. Laura Hausknecht staunte, dass so viele Menschen in der Redaktion arbeiten. „Ich fand es interessant, dass der Spätdienst bis 23 Uhr bleiben und manchmal noch die ganze Zeitung ändern muss“, sagt Lisa Lahl.

Videos gehören dazu

Dass ein Videoreporter ganz nah drangehen muss, lernten die Teilnehmer des Digitalworkshops. Gute Bilder würden nämlich nicht aus der letzten Reihe geschossen, wie Redakteur Christophe Braun erklärte. Zuvor hatten er und Digital-Chef Tobias Köpplinger den Schüler erklärt, wie und warum diese Zeitung Videos produziert. Köpplinger: „Wir machen Videos, weil wir damit Zielgruppen erreichen können, die wir sonst kaum ansprechen. Videos können der erste Anknüpfungspunkt zur Zeitung sein.“

Um 15 Uhr war dann am Samstag Schluss, das heißt, fürs Erste. In den kommenden Wochen werden die jungen Leute in den einzelnen Ressorts und den Lokalredaktionen an der Jubiläumsausgabe arbeiten. „Bei so viel Engagement bin ich mir sicher, dass das Ergebnis großartig wird“, sagte Projektleiterin Kopp.

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