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„Flashdance“ oder Zeitung?

Eine Pressekonferenz auf der Buchmesse, eine Absage und zwei interessante Interviews – die sechs Teilnehmerinnen von der Gruppe „Blick in die Welt“ haben in der Projektzeit viel erlebt. Sie wurden sogar mit Tänzern verwechselt.
Die PJZ-Teilnehmerinnen warten in Darmstadt im Regen auf die Straßenbahn: Sie sind mit Redakteurin Pia Rolfs auf dem Weg zum Interview mit Samuel Koch. Bilder > Foto: Sven-Sebastian Sajak Die PJZ-Teilnehmerinnen warten in Darmstadt im Regen auf die Straßenbahn: Sie sind mit Redakteurin Pia Rolfs auf dem Weg zum Interview mit Samuel Koch.
Frankfurt. 

Wer kann schon behaupten, dass er mal bei einer Pressekonferenz von Thomas Gottschalk war? Wir! Im Rahmen des Projekts „Junge Zeitung“ hatten wir die Möglichkeit, ihn auf der Buchmesse live zu erleben und ihm persönliche Fragen zum Thema Freundschaft zu stellen. Für uns war das eine ungewohnte Situation, da man ihn ja sonst nur im Fernsehen sieht. Trotzdem hat es uns viel Spaß gemacht.

Außer uns waren nur gestandene Profi-Journalisten bei der Pressekonferenz. Wir dachten gar nicht, dass wir überhaupt drankommen würden. Aber dann wurden wir sogar zwei mal aufgerufen.

Manchmal ging es auch ruhiger zu. So konnten wir mit der Autorin Susanne Lang ein Telefoninterview über ihr Buch „Ziemlich feste Freunde“ führen und ihr gezielt Fragen stellen. Niemand von uns hatte zuvor ein Interview dieser Art geführt, sodass manche von uns sehr aufgeregt und gespannt waren. Zum Glück hatten wir uns bereits im Voraus Gedanken darüber gemacht, welche Fragen wir ihr stellen wollen. Dadurch lief alles reibungslos ab. Wer noch nicht die Möglichkeit hatte, ein Telefoninterview zu führen, dem können wir es sehr empfehlen: für uns war dies eine besondere Erfahrung, denn auch im Journalismus gilt: wer nicht fragt, bleibt dumm!

Als angehender Journalist muss man jedoch auch Absagen von potenziellen Interviewpartnern einstecken können.

So hat uns leider die Band „Milky Chance“ aus Kassel unser für Ende Dezember vereinbartes Interview abgesagt. Bereits im Voraus hatten wir schon die Fragen überlegt, die Fahrt geplant und uns sehr gefreut. Schade! Doch wir hatten Glück, dass wir einen anderen Interviewpartner fanden, der perfekt zu unserem Thema passte: Samuel Koch.

Wir standen im Regen

Der 28-Jährige verunglückte 2010 in der ZDF-Show „Wetten dass . . ?“ und ist heute abwärts vom Hals querschnittsgelähmt. Er hat zwei Bücher geschrieben, von denen sich eins mit dem Thema Freundschaft befasst. Im Januar machten wir uns auf den Weg zu ihm nach Hause in das nahe gelegene Darmstadt, wo wir mit ihm verabredet waren.

Wir waren ein wenig zu früh und warteten noch im Regen vor seiner Wohnung, als plötzlich das Handy unserer Redakteurin Pia Rolfs klingelte. Erst dachten wir, er hätte uns schon vor der Tür warten sehen. Doch dies war nicht der Fall. Er war aus familiären Gründen noch unterwegs. Daher trafen wir uns ein wenig später mit ihm in der Kantine des Staatstheaters. Froh, endlich aus dem Regen zu sein, kamen wir bei dem neuen Treffpunkt an und wurden direkt angesprochen. „Seid ihr auch von der Flashdance Crew?“, fragten uns Artisten. „Nein leider nicht“, antworteten wir.

Nach diesen Startschwierigkeiten verlief das Interview ohne Probleme. Es machte Spaß, mit dem sympathischen jungen Mann persönlich zu sprechen

Wir trafen uns alle zwei Wochen gemeinsam in der Redaktion und verbrachten selbst in unserer Freizeit viel Zeit miteinander. So gingen wir zum Beispiel zusammen auf den Weihnachtsmarkt.

Das Projekt „Junge Zeitung“ lief über mehrere Monate, in denen wir viele Eindrücke gewinnen und journalistische Erfahrungen sammeln konnten. Und wir haben festgestellt: Freunde lassen sich auch bei der Zeitung finden.

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