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documenta-Defizit: Szymczyk setzt sich zur Wehr

Blick auf das beleuchtete documenta-Kunstwerk „The Parthenon of Books”. Foto: Uwe Zucchi/Archiv Blick auf das beleuchtete documenta-Kunstwerk „The Parthenon of Books”.
Kassel. 

Zwei Tage nach Bekanntwerden des Defizits bei der documenta hat der künstlerische Leiter, Adam Szymczyk, sein Konzept verteidigt. Die Ausstellung soll ihr Budget um mehrere Millionen überzogen haben. Szymczyk bestreitet das nicht, kritisiert aber die Politik - und nennt erstmals Besucherzahlen.

„Wir erkennen die Verantwortung an, die mit der Organisation einer Ausstellung, die teilweise mit öffentlichen Geldern finanziert wird, verbunden ist”, schrieben Szymczyk und das gesamte Kuratorenteam in einer mehrseitigen Erklärung. Das Budget sei seit 2012 nicht wesentlich erhöht worden, „trotz der Tatsache, dass dieses neue Projekt notwendigerweise größere und offensichtliche Folgen für die finanzielle Seite haben würde”.

Szymczyk hatte die Ausstellung auf 163 Tage verlängert und neben Kassel auch in Athen stattfinden lassen, was die Sache verteuert hat. Seine Pläne habe er „deutlich kommuniziert”, gerade dieses Konzept „mit den ihm innewohnenden und vorhersehbaren Herausforderungen” habe die Findungskommission überzeugt. Nun aber sehe er, „dass diese Zustimmung sehr viel mehr an Bedingungen geknüpft und begrenzt war, als man uns glauben ließ.”

Man müsse „das System der Wertschöpfung solcher Megaausstellungen wie der documenta auf den Prüfstand stellen”. Die Kuratoren griffen die Politik an, die der documenta nun mit Bürgschaften aushelfen will. „Die Politik hat diesen Medienrummel verursacht, indem sie das Bild des unmittelbar bevorstehenden Bankrotts der documenta in Umlauf gebracht hat und sich selbst als "Retter" in einer Krise präsentiert, deren Entwicklung sie selbst zugelassen hat.”

Erstmals wurden in dem Statement Besucherzahlen genannt: In Kassel habe die aktuelle documenta bis wenige Tage vor Schluss etwa 850 000 Besucher angezogen. Dazu kämen mehr als 330 000 Besucher in Athen, die sich nicht in Ticketverkäufe übersetzen ließen, „damit existieren sie für die rechtlichen Gesellschafter der documenta nicht”. Die 13. documenta vor fünf Jahren hatten 905 000 Besucher gesehen.

(dpa)
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