Fasching, Fastnacht Karneval: Gewalt und Alkohol: Die dunkle Seite des Karnevals: Gewalt und Alkohol

Manchmal kippt die Stimmung im närrischen Kostüm, dann fliegen die Fäuste, hagelt es Schläge, gibt es Tritte. Fast immer spielt dabei auch Alkohol eine Rolle. In der Fastnachtszeit kommt es immer häufiger zu Gewalt, meist spielt zu viel Alkohol eine Rolle. Foto: Patrick Seeger, dpa In der Fastnachtszeit kommt es immer häufiger zu Gewalt, meist spielt zu viel Alkohol eine Rolle. Foto: Patrick Seeger, dpa
Limburg-Weilburg. 

Schläge oder Tritte ins Gesicht, Widerstand gegen Polizeibeamte, Schnitt- und Platzwunden, Bisse in die Hand oder sogar verletzte Augen, die Auswahl ist groß. Es wurde nicht nur ausgelassen Karneval oder Fastnacht gefeiert, manchmal wurde auch ganz schön zugelangt. Und selbstverständlich war dabei Alkohol im Spiel – und das nicht zu knapp.

Ein Limburger kam gestern Morgen gegen 5.30 Uhr nach einer durchfeierten Nacht nach Hause. Seinen Schlüssel hatte er nach Angaben der Polizei offensichtlich vergessen und als seine Frau ihm nicht schnell genug die Haustür öffnete, wurde er handgreiflich. Als die Frau die Tür öffnete schlug ihr der Mann ins Gesicht, verletzte sie zudem an der Hand – und machte sich aus dem Staub. Die Polizei nahm der 40-Jährigen später im Keller des Hauses fest und nahm ihn mit zur Dienststelle.

Bei der After-Zug-Party im Obertiefenbacher Bürgerhaus kam es am Sonntagabend zu einem handfesten Streit zwischen zwei Männern. Dabei ging es nach Angaben der Polizei kurz nach 20 Uhr um ein vermisstes Handy. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wollte den Streit schlichten, wurde dabei jedoch selbst angegriffen. Ein 22 Jahre alter Mann verletzte den Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit einer abgebrochenen Flasche an der Hand. Das 23 Jahre alte Opfer musste die tiefe Schnittwunde im Weilburger Krankenhaus behandeln lassen.

 

Ins Krankenhaus

 

Auch in Hadamar gab es nach dem Dreierbundumzug Verletzte. In der Stadthalle waren zwei 18 Jahre alte Männen miteinander in Streit geraten, dabei schlugen sie auch aufeinander ein. Nach Angaben der Polizei erlitt einer der beiden Streithähne eine Platzwunde am Kopf. Mit dieser Wunde wurde er zur Behandlung ins Weilburger Krankenhaus eingeliefert.

Bilderstrecke Elz: Der «Hexenkessel» kochte Der «Elzer Hexenkessel» ist eine feste Tradition der Karnevalszeit im Landkreis Limburg-Weilburg. Am 27. Februar 2014 war es wieder soweit. Mehrere Tausend Besucher entlang der Strecke waren begeistert von dem Umzug. Fotograf Sascha Braun war ebenfalls dabei, FNP.de zeigt seine Fotos in einer Bilderstrecke. Alle Fotos: Sascha Braun Auch Dauerregen konnte die Narren nicht aufhalten. Der «Elzer Hexenkessel» wird immer am Tag der «Weiberfastnacht» veranstaltet, also gingen die närrische Schar auf die Straße. Veranstaltet wird der «Elzer Hexenkessel» vom Team «Rotjacken», einer Abteilung des «Kulturkreises Elzer Bürgerhaus».

Auch Frauen werden handgreiflich, das wurde nach dem Umzug gegen 21 Uhr in einer Hadamarer Gaststätte deutlich. Die beiden Frauen haben nicht nur miteinander gestritten, sondern sich auch gegenseitig angezeigt. Nach Angaben der Polizei dürfte es sich so abgespielt haben, dass zunächst eine 25 Jahre alte Frau ihrer sechs Jahre älteren Kontrahentin mehrfach ins Gesicht schlug. Die wiederum soll ihre „Gegnerin“ in die Hand gebissen und an den Haaren gezogen haben. Wie die Polizei mitteilt, ist die 31 Jahre alte Frau nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wegen einer Augenverletzung in eine Klinik nach Wiesbaden gebracht worden. Beiden Frauen wurden Blutproben von der Polizei entnommen.

Alkohol war auch im Spiel, als am Sonntag gegen 19 Uhr zwei Männer auf der Toilette des Bürgerhauses in Gaudernbach aneinander gerieten. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hat zunächst ein 48 Jahre alter Mann einem 34-Jährigen ins Gesicht geschlagen. Er stolperte und brach sich das Handgelenk. Nach der Erstversorgung am Unfallort wurde der Verletzte zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus nach Weilburg gebracht.

Im Bürgerhaus des Weilburger Stadtteils hielt sich auch ein Jugendlicher auf, der nach einer Auseinandersetzung jedoch das Weite suchte. An der Straße nach Hasselbach lief er entlang und wurde dabei von einer Streife gestellt. Doch so ohne Weiteres wollte er nicht in den Polizeiwagen einsteigen. Gegen seine vorläufige Festnahme setzte sich der 17-Jährige zur Wehr, in dem er nach den Polizeibeamten trat und sie bedrohte. Zur fälligen Blutentnahme wurde er deshalb festgenommen – zur anschließenden Ausnüchterung stellte die Polizei dann ihre dafür vorgesehenen Räumlichkeiten zur Verfügung. jl
 

Fastnacht 2014 In der Fastnachtszeit kommt es immer häufiger zu Gewalt, meist spielt zu viel Alkohol eine Rolle. Foto: Patrick Seeger, dpa 19-Jähriger erleidet Schädelverletzung

Nach Einschätzungen von DRK und Polizei besuchten zwischen 27 000 (DRK-Angaben) und 35 000 bis 40 000 Personen (Polizeiangaben) den diesjährigen Fastnachtszug.

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Bilderstrecke Karneval mit Tebartz allerorten Eigentlich kann es einen nicht wundern: Dem Limburger Skandal-Bischof Tebartz-van Elst begegnet man zur Faschingszeit in Hessen an vielen Orten. In unserer Fotostrecke haben wir einige «Schnappschüsse» zusammengetragen - der Bischof kommt ganz schön weit rum.<br>&nbsp;<br>Das aktuelle Fotos zeigt Tebartz-van Elst beim großen Fastnachtszug durch die Frankfurter Innenstadt am 2. März 2014. Foto: dpa Ein Goldschatz-Bad nimmt der Limburger Bischof auch beim Mainzer Rosenmontagszug. Kein Wunder, ist es doch seine Prunk- und Verschwendungssucht, die ihm so oft vorgeworfen wird. Foto: Imago Auch beim närrischen Lindwurm in Mörfelden stieg der Bischof in eine goldene Badewanne. Bilderstrecke Frankfurt: Umzug des Großen Rates durch die Innenstadt »Frankfurt feiert Tag und Nacht, hibb' und dribb' die Fassenacht« hieß es am Sonntag (2.3.2014) beim 61. Frankfurter Fastnachtszug durch die Innenstadt. Hunderttausende kamen bei gutem Wetter an die Strecke. Wir zeigen närrische Impressionen. Fotos: Rüffer Frankfurter Fastnachtsumzug 2014

 

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Die dunkle Seite des Karnevals: Gewalt und Alkohol
Manchmal kippt die Stimmung im närrischen Kostüm, dann fliegen die Fäuste, hagelt es Schläge, gibt es Tritte. Fast immer spielt dabei auch Alkohol eine Rolle.
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04.03.2014
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