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Lampenfieber ist ein Fremdwort

Die Kinder und Jugendlichen des Königsteiner Karnevalvereins haben das Zepter in die Hand genommen und feiern eine ausgelassene Familienfastnacht: „Jugend in der Bütt“ mit Tänzen, Reden, Akrobatik und vielen, vielen Kreppeln.
In Schneidhain gehörte die Bühne am Samstag dem Nachwuchs.	Foto: xs In Schneidhain gehörte die Bühne am Samstag dem Nachwuchs. Foto: xs
Schneidhain. 

„Wer noch eine Büttenrede vorbereitet hat – ich mache gerne die Bühne frei“. Der junge Sitzungsleiter Moritz Grafe umschifft gekonnt die kleinen Klippen des Programms. Vorgesehen ist nämlich nur eine Büttenrede, die meistern Nina Grafe und Florian Sell dafür aber besonders professionell; als „Plim“ und „Plum“ spielen sie sich gegenseitig verbal die Bälle zu und haben damit das Publikum sofort auf ihrer Seite. Kostprobe gefällig? Plim: „Ich möchte später mal Wirtschaftswissenschaften studieren.“ Plum: „Das ist vernünftig, getrunken wird immer.“

 

Großen Applaus gibt es auch für die Tanzgruppen wie die „Lollipops“ mit ihren Pompons oder die „Miniplaschis“ mit stilechten Lederjacken aus dem Musical „Grease“ – am Ende bilden sie sogar eine Pyramide. Auch das Radschlagen ist kein Problem für die sportlichen Nachwuchstalente. Bei den Tanzdarbietungen lobt Moritz Grafe besonders die Jungs, „weil sie sich das überhaupt trauen.“

Charleston-Tänzerinnen, Pippi Langstrumpf und ein kleiner Drache schauen gebannt dem abwechslungsreichen Programm zu, während die stolzen Eltern fotografieren.

Gerhard Heere, Vorsitzender des „großen Rates“, zeichnet Moritz Grafe für seine Leistung mit dem Faschingsorden aus und ist voll des Lobes: „Der Moritz ist auch bei der großen Sitzung schon ein Star.“

Der kommt tatsächlich schon souverän allein zurecht, verleiht die Orden, erwähnt die Sponsoren und nennt jeden der jungen Künstler mit Namen. Sicherheitshalber gibt es sogar ein Sirenen-Warnsystem, falls das Publikum zu laut wird – „aber wir haben so ein tolles Publikum, das brauchen wir bestimmt nicht.“ Der Elferrat hat also alles im Griff.

Trotzdem darf der „große Rat“ gerne dabei sein, denn „wir feiern hier Familienfastnacht“, sagt Gerhard Heere, „und großer und kleiner Rat halten zusammen.“

(xs)
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