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Speck und Eier gesammelt

„Speck on Eier, mei Mamme es geier“ schallte es gestern wieder durch Hundsangen, wo ein Alter Brauch wieder zu neuen Ehren kommt.
Vorneweg zog die Musik. Dahinter versammelten sich Hunderte von Zugteilnehmern, die gestern „Speck und Eier “ in den Straßen von Hundsangen sammelten und anschließend in der Ollmerschhalle verspeisten. 	Foto: Häring Vorneweg zog die Musik. Dahinter versammelten sich Hunderte von Zugteilnehmern, die gestern „Speck und Eier “ in den Straßen von Hundsangen sammelten und anschließend in der Ollmerschhalle verspeisten. Foto: Häring
Hundsangen. 

„Wir wollten als Karnevalsverein unseren Mitgliedern und allen Hundsängern, außer unseren Sitzungen und der Kindersitzung, noch etwas anderes anbieten.“ Sichtlich zufrieden zeigte sich gestern der Vorsitzende des Hundsänger Carnevalvereins, Helmut Hönig, auf dem Weg durch das Dorf. Es galt im Rahmen der 2012 initiierten „Speck-und-Eier“-Umzuges eben Speck und Eier wie in früheren Zeiten bei den Leuten zu sammeln und in der Ollmerschhalle anschließend gemeinsam zu verspeisen.

Bis in die 60er-Jahre gab es die Tradition, Speck und Eier einzusammeln. Damals aber aus ganz anderen Hintergründen. „Damals hatten die Leute nicht viel und waren arm. So ging man durch das Dorf und sammelte bei reicheren Leuten Speck und Eier, um noch vor der Fastenzeit zu einer großen Mahlzeit zu kommen.“ Diese Tradition „starb“ mit dem Anstieg des Wohlstandes und wurde nun vom HCV wieder „ausgegraben“. Der Erfolg vor zwei Jahren war schon enorm und wurde in diesem Jahr noch gesteigert. In diesem Jahr waren es 1600 Eier, 100 mehr als im Jahr 2012, „und mindestens 40 Kilo Speck in allen Variationen“, so Hönig. Schon von Beginn füllten sich die mitgeführten Sammelwägelchen. Die jugendlichen Teilnehmer klingelten bei den Leuten am Wegesrand und hatten Erfolg. „Wir haben die Anwohner vorher darüber informiert, dass wir nur Eier und Speck, kein Geld oder Süßigkeiten, sammeln“ erzählt Helmut Hönig. Viele, bei denen nicht geklingelt, oder deren Straße nicht angelaufen wurde, liefen sogar hinterher um ihren Obolus zu leisten und sich anschließend in die bunt kostümierte Narrenschar des Zuges einzureihen. Mit viel Musik und gute gelaunt zog man dann in die Ollmerschhalle ein, wo schon die großen Pfannen warteten. Die Portionen von Speck und Eiern fanden reißenden Absatz.

(kdh)
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