Am Dom ist etwas Großes entstanden

Der Domberg in Limburg hat ein neues Gesicht: Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hat am Samstag die Dienst- und Verwaltungsräume der „Alten Vikarie“ im „Diözesanen Zentrum St. Nikolaus“ eingeweiht. Die für rund 2,5 Millionen Euro originalgetreu sanierte Alte Vikarie ist das Schmuckstück des Diözesanen Zentrums. 	Foto: Heidersdorf Die für rund 2,5 Millionen Euro originalgetreu sanierte Alte Vikarie ist das Schmuckstück des Diözesanen Zentrums. Foto: Heidersdorf
Limburg. 

. Neun Jahre nach den ersten Überlegungen zum neuen Bischofssitz und genau zwei Jahre nach der Grundsteinlegung hat das Bistum am Samstag im kleinen Kreis den Abschluss eines großen Projektes gefeiert. Vor geladenen Gästen segnete der Bischof seinen künftigen Amtssitz in der „Alten Vikarie“. Das aufwendig sanierte Fachwerkhaus von 1496 war die letzte Baustelle des insgesamt 9,85 Millionen Euro teuren „Diözesanen Zentrums St. Nikolaus“ auf dem Domberg.

In den kommenden Wochen werden Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst und sein Referent in die „Alte Vikarie“ einziehen; seine Sekretariat sitzt nebenan im Neubau. Die übrigen Gebäudeteile des Zentrums, darunter die Wohnung des Bischofs sowie Konferenz- und Begegnungsräume, werden seit Beginn des Jahres genutzt.

„Lebendiger Glaube braucht Räume der Begegnung, in denen sich der Geist von Christen so vermittelt, dass Türen in die Welt aufgehen. Was wir haben und was uns verbindet, haben wir nicht für uns, sondern für andere“, sagte Tebartz-van Elst bei der Weinweihung. In diesem Sinne sollen nach seinen Angaben die Türen des neuen Diözesanen Zentrums der Kirche von Limburg und den Menschen offenstehen. Die Gäste sollen in den Raum des Glaubens eintreten und im Gesicht der Kirche Gottes Anblick erahnen. Dies sei die wesentliche Bestimmung des neuen Dienst- und Verwaltungssitzes, der nicht Behörde sein will, so der Bischof, sondern die Berufung und Sendung von Christen vermitteln möchte.

 

„Einladende Zukunft“

 

Tebartz-van Elst nutzte die Einweihung, um den Gästen, die den Bau auf ganz unterschiedliche Weise unterstützt und mitgetragen haben, zu danken. „Hier ist etwas Großes geschaffen worden“, lobte der Bischof die Arbeit von Planern, Architekten, Handwerkern und Künstlern. Er dankte auch dem Bürgermeister der Stadt Limburg, Martin Richard, dem Magistrat und den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung für die Genehmigung, Unterstützung und Kooperation im Prozess der Entstehung. Verschüttete Geschichte, so Tebartz-van Elst, sei durch die beeindruckende Planungskonzeption und Umsetzungskompetenz des Architekten Michael Frielinghaus und seines Büros zu einer sprechenden Gegenwart und einladenden Zukunft geworden.

Michael Frielinghaus bezeichnete die Entscheidung des Bistums, am Domberg zu bauen, als gut und richtig. „Der Domberg ist aber auch keine Stelle, um ein Luxusgebäude zu errichten“, sagte der Architekt. Das Diözesane Zentrum St. Nikolaus ist für ihn ein besonderes Ensemble mit emotionaler Ausstrahlung und hoher Funktionalität.

 

„Tolles Bauwerk“

 

Für Bürgermeister Martin Richard stärkt das neue Diözesane Zentrum St. Nikolaus die Bischofsstadt Limburg und wertet den gesamten Domberg auf. Der Bauamtsleiter der Stadt Limburg, Volkmar Gundermann, würdigte das Ensemble als „tolles Bauwerk, das das historische Zeugnis der Stadt mit moderner Architektur verbindet“.

Da das Diözesane Zentrum nicht nur ein architektonisch brillantes Gebäudeensemble, sondern vor allem ein Ort des Gebetes und der Begegnung sein soll, will der Bischof dort in den kommenden Wochen Vertreter der Landesregierung, den Limburger Magistrat, die Stadtführer und Nachtwächter, den Priesterrat, die Mädchenkantorei, die Jugendseelsorger des Bistums sowie weitere Gremien und zahlreiche Ordenschristen begrüßen.

Von September bis Dezember wird es monatlich öffentliche Führungen durch das Diözesane Zentrum St. Nikolaus geben. Die erste Führung ist am Donnerstag, 5. September, geplant.

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Der Domberg in Limburg hat ein neues Gesicht: Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hat am Samstag die Dienst- und Verwaltungsräume der „Alten Vikarie“ im „Diözesanen Zentrum St. Nikolaus“ eingeweiht.
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01.07.2013
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