Den Domberg im Blick

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat sein neues Zuhause in Besitz genommen. Die Baustelle des Diözesanen Zentrums neigt sich dem Ende zu, doch der Domberg bleibt im Blick der Limburger Stadtpolitik. Die Mauer entlang der Domstraße wurde im Rahmen der Arbeiten für das Diözesane Zentrum St. Nikolaus abgerissen.	Foto: Laubach Die Mauer entlang der Domstraße wurde im Rahmen der Arbeiten für das Diözesane Zentrum St. Nikolaus abgerissen. Foto: Laubach
Limburg. 

Was soll jetzt noch kommen, es ist doch schon alles ge- und bebaut? Das Diözesane Zentrum St. Nikolaus ist bis auf die alte Vikarie so weit fertig, der Garten in direkter Nachbarschaft des Diözesanmuseums ist auch umgestaltet, auf was soll sich also die Aufmerksamkeit der Entscheidungsträger im Rathaus richten?

Eine Auge auf den Domberg werden in Zukunft auf jeden Fall SPD und FDP haben, das kündigten die Fraktionssprecher Peter Rompf (SPD) und Marion Schardt (FDP) im Rahmen ihrer Haushaltsreden an. Und klar ist auch, warum sie das tun. Ihnen fehlt bei dem, was bisher auf dem Domberg gemacht worden ist, die Transparenz. Werner Laux hingegen geizte nicht mit Lob und zeigte sich überzeugt davon, dass in Zukunft die Kritik verstummen wird und sich ein ganz anderes Meinungbild einstellen wird.

Kostenübernahme

Die SPD hat zum Komplex Domberg zwei Haushaltsbegleitbeschlüsse eingereicht, die auch angenommen wurden. Danach wird der Magistrat gebeten, vor der Auftragserteilung für die Sanierung der Mauer am Domkiosk die Pläne für die Sanierung und die weiteren Überlegungen einschließlich der Finanzierung für das Domkiosk im zuständigen Ausschuss vorzustellen. Auch soll der Magistrat kurzfristig über die Planungen zur Wiederherstellung der Domstraße einschließlich des durchgeführten Beweissicherungsverfahrens und der Kostenübernahme durch den Verursacher (Bischöflicher Stuhl) berichten.

Wie Fraktionsvorsitzender Peter Rompf sagte, stehen für die Sanierung der Mauer 25 000 Euro vonseiten der Stadt zur Verfügung. Parallel dazu soll es nach seinen Angaben Überlegungen zur Umgestaltung des Kiosks und des Umfelds geben. "Mit unserem Haushaltsbegleitbeschluss wollen wir zum einen für Transparenz hinsichtlich der weiteren Planungen am Dom und der Wiederherstellung der Domstraße sorgen", so Rompf. Und es solle durchaus etwas Druck aufgebaut werden, damit die Wiederherstellung der Straßen nicht auf die lange Bank geschoben werde.

Froh über Bebauung

"Die Schäden, die verursacht wurden, sind zu beseitigen", forderte auch die FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Schardt. Für die Zukunft wünscht sie sich auch auf dem Domberg Beteiligung und Transparenz. Dabei sei der Bischöfliche Stuhl als Bauherr nicht schlechter zu behandeln als andere Bauherrn – aber auch nicht besser. Neuen Ideen für den Domberg gegenüber sei die FDP grundsätzlich aufgeschlossen, aber zunächst "wollen wir im Parlament sehen, was dort vorgesehen ist", sagte Marion Schardt.

Ganz anders sieht dies Werner Laux. Die fachlich so hervorragend sanierten denkmalgeschützten Gebäude der alten Vikarie und des Küsterhauses sowie die umgebenden Mauern finden seine uneingeschränkte Zustimmung. Er ist überzeugt, dass die abgeschlossene Sanierung des Klosters Bethlehem, das Haus der Bischöfe, die sanierte Michaelskapelle und das in der Sanierung befindliche Schloss auf dem Domberg der sehr erfolgreichen Altstadtsanierung das Krönchen aufsetzen.

"Bei diesem Ergebnis ist es mir egal, ob die Bischofskapelle sein oder nicht sein musste. Ob sie schwarz oder nicht schwarz sein musste, ob die Architektur stimmig ist oder nicht", machte er seine persönliche Meinung deutlich. Wichtig ist für ihn das Endergebnis. Und wenn alles mal abgeschlossen ist, der Domfriedhof wieder hergerichtet ist, wenn die sonstigen städtischen Grünflächen entsprechend gestaltet und für eine attraktive Nutzung zur Verfügung stehen, dann werde sich ein ganz anderes Meinungsbild einstellen. Auf jeden Fall zeigt sich Laux als "Limburger Bürger und auch als Kommunalpolitiker froh darüber, dass der Bischof sich für Limburg und nicht für Frankfurt als Bischofssitz entschieden hat". jl

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Den Domberg im Blick
Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat sein neues Zuhause in Besitz genommen. Die Baustelle des Diözesanen Zentrums neigt sich dem Ende zu, doch der Domberg bleibt im Blick der Limburger Stadtpolitik.
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11.01.2013
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