Frusttreffen vor dem Limburger Dom

Enttäuschte Katholiken planen für Sonntag eine Versammlung auf dem Limburger Domplatz. Dort wollen sie über einen Neuanfang im Bistum sprechen. Der Limburger Dom - der Skandal um Bischof Tebartz-van Elst hat viele Gläubige frustriert. Foto: dpa Der Limburger Dom - der Skandal um Bischof Tebartz-van Elst hat viele Gläubige frustriert. Foto: dpa
Limburg.  «Es muss einfach mal ein Forum gegeben werden für die Gläubigen», sagte Pastoralreferent Joachim Schaefer von der katholischen Domkirchengemeinde Wetzlar am Samstag. Die Menschen sollten die Chance bekommen, Wut und Enttäuschung auszudrücken. Auch Gebete sind geplant.

Limburger Bischofs-Skandal Der Limburger Dom - der Skandal um Bischof Tebartz-van Elst hat viele Gläubige frustriert. Foto: dpa Tebartz-van Elst fliegt nach Rom

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst fliegt einem Medienbericht zufolge an diesem Samstag nach Rom. Das Bistum hüllt sich dazu in Schweigen. Morgen will sich die frustrierte Gemeinde vor dem Dom treffen.

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«Viele haben immer noch Angst, offen zu reden», sagte Schaefer. Es müsse über einen Neuanfang im Bistum gesprochen werden, auch wegen der vielen Kirchenaustritte. Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst steht wegen eines teuren Amtssitzes und eines Strafbefehls heftig in der Kritik. «Wir gehen alle von einem Rücktritt aus», sagte der Referent. Das Treffen wird von Gläubigen privat organisiert.


Bilderstrecke Geheime Bilder von der Baustelle des Bischofs Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst soll die Kosten für den neuen Bistumssitz durch Protz und Luxuswünsche auf satte 31 Millionen Euro in die Höhe getrieben haben. Wir konnten einen Blick auf die derzeit wohl umstrittenste Baustelle Deutschlands werfen. Die beginnende Bebauung hinten rechts sind die Technikräume und der Keller bzw. eine mutmaßliche zweite Wohnung unter der Bischofswohnung. Fotos: FNP Im Hintergrund ist das Küsterhaus zu sehen, rechts davon ein Teil der historischen Mauer. Blick von der heutigen Einfahrt in die Baustelle mit dem Diözesanmuseum im Hintergrund.

Bilderstrecke Exklusive Bilder vom Bischofssitz Das Diözesane Zentrum St. Nikolaus steht auf einem rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück auf dem Limburger Domberg - rechts und links eingefasst von historischen Stadtmauern, im Hintergrund das Diözesanmuseum (9), das nicht zum Komplex gehört. Der Garten (10) mit den vier Rasenfeldern (ganz hinten) zählt aber noch dazu. Im Fachwerkhaus (1), in der Alten Vikarie, haben der Bischof und seine engsten Mitarbeiter ihre Diensträume. Im ehemaligen Küsterhaus (2) wohnen jetzt zwei Ordensschwestern, die den Haushalt des Bischofs versorgen. Im Neubau aus fränkischem Kalkstein sind unter anderem die Wohnung des Bischofs (8), die Bibliothek (7) und Konferenzräume (4) sowie das Foyer (3) untergebracht. Die schwarze Kapelle 2 überragt die Flachdachbauten und grenzt an den Innenhof 1 . Foto: Reinhard Langschied Es folgen weitere Luftaufnahmen der bischöflichen Residenz.

Bilderstrecke Der Luxus-Bischof von Limburg Eine teure neue Residenz, ein Luxusflug nach Indien, prunkvolle Gottesdienste - seit langem gibt es Verschwendungsvorwürfe gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Das Vertrauen der Gläubigen ist erschüttert. Am 26. März 2014 wurde nun schließlich bekannt: Der Papst lässt den gestrauchelten Bischof nicht in sein Bistum zurückkehren.<br />&nbsp;<br />In unserer Fotostrecke listen wir chronologisch auf, warum der Limburger Bischof in Ungnade gefallen ist. Im zweiten Teil unserer Strecke sehen Sie dann Bilder vom Sitz des "Limburger Oberhirten." Fotos: Archiv 19. August 2012: Tebartz-van Elst wird Verschwendung vorgeworfen. Er sei erster Klasse nach Indien geflogen, um dort soziale Projekte zu besuchen, berichtet das Magazin «Der Spiegel». Das Bistum weist die Vorwürfe zurück. 29. Mai 2013: Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Limburger Bischof wegen möglicher Falschaussage über ein Upgrade in die Business-Class bei einem Flug nach Indien.

Bilderstrecke Die Protzliste des Luxusbischofs Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird von allen Seiten für die Kostenexplosion des Neubaus seiner Residenz in Limburg kritisiert. Insgesamt wurden für den Bau sagenhafte 31 Millionen Euro ausgegeben, ursprünglich geplant waren 2,5 Millionen. Foto: dpa Noch im Juni 2013 hieß es, die Gesamtkosten beliefen sich auf »nur« 10 Millionen Euro, vier Monate später ist der Stand beim Dreifachen, eventuell sogar Vierfachen. Laut "Welt am Sonntag" vom 13.10.2013 sollen sich die Gesamtkosten inkl. Straßen- und Gebäudeschäden durch den Bau auf 40 Millionen Euro belaufen. Foto: dpa Für den Bau der Wohnung waren 200.000 Euro eingeplant, letztendlich entstanden Kosten von 2,98 Millionen, wohlgemerkt ohne Innenausstattung. Hinzu kamen unter vielem anderen die Schreinerarbeiten für Einbauschränke, Kostenpunkt: 350.000 Euro und ein Konferenztisch für 25.000 Euro. Der Schränke soll laut Bild-Zeitung ein ehemaliger Oberministrand des Bischofs in Münster geliefert haben. Foto: dpa

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Enttäuschte Katholiken planen für Sonntag eine Versammlung auf dem Limburger Domplatz. Dort wollen sie über einen Neuanfang im Bistum sprechen.
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12.10.2013
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