Limburger Skandalbischof: Justiz entscheidet bald über Ermittlungen gegen Tebartz

Wird es im Zusammenhang mit der Finanzierung des Bischofsbaus in Limburg ein rechtliches Nachspiel geben? Die Staatsanwaltschaft kündigt eine baldige Entscheidung an. Aus dem Ruder gelaufene Kosten, unklare Finanzierung: Der Bischofsbau in Limburg wird eventuell ein juristisches Nachspiel haben. Foto: NNP Aus dem Ruder gelaufene Kosten, unklare Finanzierung: Der Bischofsbau in Limburg wird eventuell ein juristisches Nachspiel haben. Foto: NNP
Limburg.  Die Limburger Staatsanwaltschaft wird in Kürze darüber entscheiden, ob sie gegen den zurückgetretenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst förmliche Ermittlungen aufnimmt. Es gehe um den möglichen Verdacht der Untreue im Zusammenhang mit der Finanzierung des Bischofshauses auf dem Limburger Domberg, so die Justizbehörde am Donnerstag. Dazu müsse der am Mittwoch veröffentlichte kirchliche Prüfbericht zu den Kosten des Bischofshauses und ihrer Finanzierung ausgewertet werden. Die Auswertung wird laut Staatsanwaltschaft etwa zehn Tage in Anspruch nehmen. Der Behörde liegen seit längerem mehrere Anzeigen wegen des Verdachts der Untreue in Sachen Bischofshaus vor. Es sei nun zu prüfen, ob «nur» kirchliches Recht oder auch weltliches Recht verletzt worden sei. Die Staatsanwaltschaft greift nur dann ein, wenn aus ihrer Sicht weltliches Recht gebrochen wurde. Zunächst muss sie feststellen, ob ein sogenannter Anfangsverdacht vorliegt, der ein Ermittlungsverfahren nach sich zieht. Dies setzt voraus, dass nach kriminalistischer Erfahrung eine Straftat in Betracht kommt.

Bilderstrecke Die Protzliste des Luxusbischofs Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird von allen Seiten für die Kostenexplosion des Neubaus seiner Residenz in Limburg kritisiert. Insgesamt wurden für den Bau sagenhafte 31 Millionen Euro ausgegeben, ursprünglich geplant waren 2,5 Millionen. Foto: dpa Noch im Juni 2013 hieß es, die Gesamtkosten beliefen sich auf »nur« 10 Millionen Euro, vier Monate später ist der Stand beim Dreifachen, eventuell sogar Vierfachen. Laut "Welt am Sonntag" vom 13.10.2013 sollen sich die Gesamtkosten inkl. Straßen- und Gebäudeschäden durch den Bau auf 40 Millionen Euro belaufen. Foto: dpa Für den Bau der Wohnung waren 200.000 Euro eingeplant, letztendlich entstanden Kosten von 2,98 Millionen, wohlgemerkt ohne Innenausstattung. Hinzu kamen unter vielem anderen die Schreinerarbeiten für Einbauschränke, Kostenpunkt: 350.000 Euro und ein Konferenztisch für 25.000 Euro. Der Schränke soll laut Bild-Zeitung ein ehemaliger Oberministrand des Bischofs in Münster geliefert haben. Foto: dpa

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Wird es im Zusammenhang mit der Finanzierung des Bischofsbaus in Limburg ein rechtliches Nachspiel geben? Die Staatsanwaltschaft kündigt eine baldige Entscheidung an.
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27.03.2014
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