Lehmann: Tebartz-van Elst ist kein Geldverschwender

Von Jens Albes, dpa Ist der Limburger Bischof Tebartz-van Elst protzig? Nein, sagt sein Mainzer Amtsbruder Lehmann. Ein verschwenderischer Mensch sei Tebartz-van Elst nicht. Dennoch versteht Lehmann ihn nicht ganz. Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann (Archivbild) nimmt den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst teilweise in Schutz. Foto: dpa Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann (Archivbild) nimmt den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst teilweise in Schutz. Foto: dpa
Mainz/Limburg. 

Der Mainzer Bischof Karl Lehmann nimmt seinen umstrittenen Limburger Amtsbruder Franz-Peter Tebartz-van Elst teilweise in Schutz. «Er ist kein verschwenderischer Mensch. Er ist nett und nicht protzig», sagte Kardinal Lehmann. «Er glaubt nur, er ist dem Amt des Bischofs – nicht nur sich selbst - eine bestimmte Ausstattung schuldig. Ich kann ihn da nicht mehr ganz verstehen.»

Tebartz-van Elst hatte mit der luxuriösen Ausstattung seiner neuen Bischofsresidenz in Limburg Schlagzeilen gemacht. Deren Kosten sollen von wenigen Millionen Euro auf mehr als 30 Millionen Euro explodiert sein. Eine Kommission prüft dies derzeit. Mit einem Ergebnis wird nicht vor Januar 2014 gerechnet. Tebartz-van Elst nimmt gegenwärtig auf Weisung von Papst Franziskus eine Auszeit in einem niederbayerischen Kloster.

Lehmann lobte den Pontifex für seine Entscheidung, «statt Bischof Tebartz-van Elst abzusetzen erst einmal abzuwarten, was unabhängige Fachleute zutage fördern». Der Oberhirte habe in Limburg verstreute Gebäude zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen lassen. Andere Neubauten der deutschen katholischen Kirche der vergangenen Jahre hätten noch mehr gekostet, sagte der Mainzer Bischof. «Aber da ist die Öffentlichkeit vorher darüber ausreichend unterrichtet worden.»

Tebartz-van Elst habe vielleicht nicht immer geschickt gehandelt. Lehmann ließ offen, ob er an eine Rückkehr seines Amtsbruders nach Limburg glaubt.
 

Bilderstrecke Der Luxus-Bischof von Limburg Eine teure neue Residenz, ein Luxusflug nach Indien, prunkvolle Gottesdienste - seit langem gibt es Verschwendungsvorwürfe gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Das Vertrauen der Gläubigen ist erschüttert. Am 26. März 2014 wurde nun schließlich bekannt: Der Papst lässt den gestrauchelten Bischof nicht in sein Bistum zurückkehren.<br />&nbsp;<br />In unserer Fotostrecke listen wir chronologisch auf, warum der Limburger Bischof in Ungnade gefallen ist. Im zweiten Teil unserer Strecke sehen Sie dann Bilder vom Sitz des "Limburger Oberhirten." Fotos: Archiv 19. August 2012: Tebartz-van Elst wird Verschwendung vorgeworfen. Er sei erster Klasse nach Indien geflogen, um dort soziale Projekte zu besuchen, berichtet das Magazin «Der Spiegel». Das Bistum weist die Vorwürfe zurück. 29. Mai 2013: Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Limburger Bischof wegen möglicher Falschaussage über ein Upgrade in die Business-Class bei einem Flug nach Indien.

Mehr zum Thema » Tebartz-van Elst - Der Limburger Skandalbischof

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Lehmann: Tebartz-van Elst ist kein Geldverschwender
Ist der Limburger Bischof Tebartz-van Elst protzig? Nein, sagt sein Mainzer Amtsbruder Lehmann. Ein verschwenderischer Mensch sei Tebartz-van Elst nicht. Dennoch versteht Lehmann ihn nicht ganz.
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30.11.2013
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