Tebartz-van Elst erhält Unterstützung: Präfekt Gänswein stellt sich vor Limburger Skandal-Bischof

Der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Georg Gänswein, relativiert in einem Interview die Vorwürfe, die gegen den Limburger Skandal-Bischof Tebartz-van Elst erhoben werden. Er spricht von «Strömungen, die andere Ziele haben als eine Klärung finanzieller Verantwortlichkeiten.» Kurien-Erzbischof Georg Gänswein. Foto: dpa Kurien-Erzbischof Georg Gänswein. Foto: dpa
Berlin/Rom.  Der 57-Jährige Präfekt des Päpstlichen Hauses äußerte sich gegenüber dem Magazin «Cicero» (Januar-Ausgabe) zum Bistum Limburg, wo dem derzeit beurlaubten Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wegen seines teuren Amtssitzes Prunksucht vorgeworfen wird. In dieser Angelegenheit gehe es nicht nur darum, dass ein Bischof einen Fehler gemacht habe, vielmehr um Glaubens- und Richtungsfragen. «Das laute Geheul um die Ausgaben mag Anlass, aber nicht der wahre Grund für den Streit sein. Es gibt Strömungen, die andere Ziele haben als eine Klärung finanzieller Verantwortlichkeiten.»
 
Daneben äußerte sich Gänswein auch den Erwartungen, die Papst Franziskus in Deutschland entgegengebracht werden. Der Präfekt des Päpstlichen Hauses warnte dabei vor zu großen Reform-Erwartungen an den Papst. «Manche Kräfte, auch und gerade in Deutschland, möchten Franziskus gerne vor ihren eigenen Karren spannen. Ich glaube aber kaum, dass der Papst sich in seinem Pontifikat von gewissen deutschen Initiativen drängen lässt», sagte Gänswein. «Er hat eine andere Agenda.»
 
Erzbischof Gänswein hält es beispielsweise für «ausgeschlossen», dass es unter Franziskus ein Diakonat der Frau gibt. «Bei der verstärkten weiblichen Präsenz denken viele sofort an die Ämterfrage. Mir ist aber keine Äußerung von Papst Franziskus bekannt, dass er in dieser Hinsicht Änderungen vornehmen will - genauso wenig wie zuvor Papst Benedikt.» Auf die Frage, ob mancher reformbegeisterte Basiskatholik, der Franziskus jetzt zujubelt, bald enttäuscht sein könnte, antwortete Gänswein: «Ja. Es kann sein, dass solchen Jublern schnell der Jubel in der Kehle stecken bleibt.»

Bilderstrecke Der Luxus-Bischof von Limburg Eine teure neue Residenz, ein Luxusflug nach Indien, prunkvolle Gottesdienste - seit langem gibt es Verschwendungsvorwürfe gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Das Vertrauen der Gläubigen ist erschüttert. Am 26. März 2014 wurde nun schließlich bekannt: Der Papst lässt den gestrauchelten Bischof nicht in sein Bistum zurückkehren.<br />&nbsp;<br />In unserer Fotostrecke listen wir chronologisch auf, warum der Limburger Bischof in Ungnade gefallen ist. Im zweiten Teil unserer Strecke sehen Sie dann Bilder vom Sitz des "Limburger Oberhirten." Fotos: Archiv 19. August 2012: Tebartz-van Elst wird Verschwendung vorgeworfen. Er sei erster Klasse nach Indien geflogen, um dort soziale Projekte zu besuchen, berichtet das Magazin «Der Spiegel». Das Bistum weist die Vorwürfe zurück. 29. Mai 2013: Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Limburger Bischof wegen möglicher Falschaussage über ein Upgrade in die Business-Class bei einem Flug nach Indien.

Limburger Bischofs-Skandal Kurien-Erzbischof Georg Gänswein. Foto: dpa Tebartz-van Elst Wer will den Bischof zurück?

Es gibt ganz unterschiedliche Auffassungen darüber, ob Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wieder in das Limburger Bistum zurückkommen soll und kann. Es kommt viel auf die Perspektive an.

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Limburger Bischofs-Skandal Kurien-Erzbischof Georg Gänswein. Foto: dpa Tebartz: Glaubenspräfekt hält Rückkehr für möglich

Der Glaubenspräfekt der katholischen Kirche, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hält eine Rückkehr des beurlaubten Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst in sein Amt für möglich.

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(dpa)

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Tebartz-van Elst erhält Unterstützung
Präfekt Gänswein stellt sich vor Limburger Skandal-Bischof
Der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Georg Gänswein, relativiert in einem Interview die Vorwürfe, die gegen den Limburger Skandal-Bischof Tebartz-van Elst erhoben werden. Er spricht von «Strömungen, die andere Ziele haben als eine Klärung finanzieller Verantwortlichkeiten.»
http://www.fnp.de/rhein-main/limburgerbischof/Praefekt-Gaenswein-stellt-sich-vor-Limburger-Skandal-Bischof;art25268,711544
18.12.2013
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Limburger Bischofs-Skandal
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