Wilde Verfolgungsjagd auf der Autobahn

Tankbetrug und eine wilde Verfolgungsjagd mit Geisterfahrt und zwei Verkehrsunfällen – der Fahrer eines grünen VW Polo machte es der Polizei heute nicht leicht, bis der Raser endlich gestellt werden konnte.
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Neustadt/Wied. 

Nach einer wilden Verfolgungsjagd und zeitweisen Geisterfahrt auf der A3 im Norden von Rheinland-Pfalz hat die Polizei einen Autofahrer festgenommen. Bei seiner Flucht verursachte der Mann am Mittwochmorgen mutmaßlich drei Unfälle, zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt.

Der 22-Jährige soll nach einem Tankstopp an der hessischen Rastanlage Limburg-Ost nicht bezahlt haben, wie die Polizei mitteilte. Eine Streife wollte ihn deshalb auf einem Parkplatz an der Autobahn kontrollieren, doch der Mann trat aufs Gas und fuhr mit hohem Tempo weiter in Richtung Köln. Als ihn ein Streifenwagen kurz darauf erneut stellte und auf einen anderen Parkplatz geleiten wollte, wendete der Mann plötzlich und raste in entgegengesetzter Fahrtrichtung davon.

Flucht und Geisterfahrt

Ein Autofahrer konnte gerade noch ausweichen, drehte sich aber mit seinem Wagen mehrfach. Ein weiterer Pkw-Fahrer setzte sein Fahrzeug in die Mittelleitplanke, um einen Unfall zu vermeiden. Der Mann blieb nach ersten Erkenntnissen der Polizei unverletzt. Auch ein Fahrzeug der Polizei wurde beschädigt. Der Geisterfahrer wendete noch mehrfach, bevor er bei Dierdorf (Kreis Neuwied) von der Autobahn abfuhr. In der Ortschaft Kleinmaischeid rammte er einen weiteren Streifenwagen der Polizei, zwei Beamte wurden leicht verletzt.

Ein Hubschrauber entdeckte schließlich das stark beschädigte Fluchtauto auf einem Kirchenparkplatz in Isenburg im Kreis Neuwied. Auf dem Gelände nahmen Polizisten den 22-Jährigen fest. Ein Alkohol- und Drogentest fiel negativ aus. Auf den Mann wartet nun ein Strafverfahren, unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Unfallflucht und Tankbetrugs.

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