Zerstückelte Leiche in Leipzig - Verdächtiger festgenommen

Er soll sein Opfer zerteilt und einige Leichenteile im Elsterflutbecken versenkt haben: Nach wochenlanger Fahndung ist der mutmaßliche Mörder eines zerstückelten Mannes aus Leipzig gefasst worden.
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Leipzig. 

Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Der Mann soll sein 23 Jahre altes Opfer getötet, zerteilt und einige Leichenteile im Elsterflutbecken versenkt haben.

Der ebenfalls 23 Jahre alte Tatverdächtige sei am Mittwoch in Kassel in der Wohnung eines Bekannten festgenommen worden. Er sitzt mittlerweile wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Der Mann war seit Ende 2011 untergetaucht. Wann das Opfer starb, ist bisher unklar. Der Tatverdächtige gehörte den Ermittlungen nach zum Bekanntenkreis des Opfers. Seit 9. März 2012 wurde öffentlich nach dem 23-Jährigen gefahndet und sogar eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Ursprünglich sollte er als Zeuge befragt werden, wurde aber niemals angetroffen. Schließlich geriet er als Verdächtiger ins Visier der Ermittler.

Bei der Festnahme am Mittwochabend war der Mann allein in der Wohnung seines Bekannten. Dieser war den Ermittlern schon als möglicher Kontakt bekannt. Allerdings habe es zunächst keine Anhaltspunkte gegeben, dass sich der Verdächtige in Kassel aufhalte. Auch die bei der Mordkommission eingangenen 41 Hinweise führten den Angaben zufolge nicht nach Nordhessen. Wie die Polizisten schließlich doch auf die Stadt kamen, wurde nicht mitgeteilt.

Nach seiner Festnahme wurde der Verdächtige von den Leipziger Ermittlern vernommen. Er habe sich zu den Vorwürfen geäußert, hieß es. Einzelheiten wurden allerdings nicht mitgeteilt.

Anfang November 2011 waren an dem Leipziger Fluss die Arme und der Torso des zerstückelten 23-Jährigen gefunden worden. Monate später wurde noch ein Oberschenkelknochen entdeckt. Der Kopf des Toten und andere Leichenteile sind bis heute verschwunden. Wo und wann genau das Verbrechen geschah, darüber schweigen die Ermittler. Die Untersuchungen zum Tatablauf und zu den Hintergründen der Bluttat dauerten an, hieß es.

(dpa)
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