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Schwarz-Grün und der Fluglärm: Fraport-Chef ist dialogbereit mit Grenzen

Von Die Zukunft des Frankfurter Flughafens nebst der Lärmdiskussion ist einer der zentralen Punkte der schwarz-grünen Landesregierung in Wiesbaden. Nun hat sich Fraport-Chef Stefan Schulte erstmals kritisch zum Koalitonsvertrag geäußert.
Frankfurt. 
Fraport-Chef Stefan Schulte. Foto: dpa Bild-Zoom
Fraport-Chef Stefan Schulte. Foto: dpa

Prüfen, den Dialog suchen, sich der Diskussion nicht verschließen, konstruktiv angehen: Stefan Schulte gibt seiner Wortwahl einen offenbar möglichst offenen Duktus. Dem Vorstandsvorsitzenden von Fraport ist am Donnerstagvormittag deutlich anzumerken, dass er auch gegenüber der neuen schwarz-grünen Landesregierung keine harte Kampflinie fahren, sondern grundsätzliche Kompromissfähigkeit signalisieren möchte. Natürlich in wohl definierten Grenzen, versteht sich.

„Gemeinsame Lösungen zum Beispiel für mehr Lärmschutz kann es nur auf Basis des bereits höchstrichterlich bestätigten Planfeststellungsbeschlusses geben“, sagt der Fraport-Chef in seiner kurzfristig angekündigten ersten Stellungnahme zum Koalitionsvertrag. Und: „Hinter diese schon sehr restriktiven betrieblichen Regelungen können und dürfen wird nicht zurückfallen.“ Weitere Betriebsbeschränkungen seien „hoch problematisch“, da der Frankfurter Flughafen heute schon die „härtesten Nachtflugregelung und die härtesten Betriebsbeschränkungen aller internationalen Hubs weltweit“ habe.

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Jenseits dieser roten Linie sieht Schulte im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen, wie er sagt, Punkte, um weitere Verbesserungen beim Lärmschutz zu erreichen. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die von Schwarz-Grün anvisierten Lärmpausen von sieben Stunden in der Nacht. Etwas ähnliches mache man ja bereits heute bei den Starts, bringt Schulte die sogenannten DROps ins Spiel. Dieses Verfahren, bei denen Abflüge morgens und abends auf bestimmten Startbahnen respektive Abflugrouten gebündelt werden, sorgt laut Schulte schon jetzt für gewisse Lärmpausen.

Die Schwierigkeiten lägen hier aber im Detail, macht der Fraport-Chef deutlich, dass auch hier noch einiger Klärungsbedarf herrscht. So sei es zum Beispiel nicht möglich, tageweise ganze Start- und Landebahnen zu schließen.

Dennoch sieht er gute Chancen, dass sich weitere Lärmpausen am späten Abend und am frühen Morgen „recht zügig“ umsetzen lassen – allerdings nicht gleich am 1. Januar. „Ich bin sicher, wir werden Fortschritte erreichen können“, sagte Schulte.

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