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Flughafen Bouffier Koalition: Fraport & Co. setzen Bouffier unter Druck

Eine schwarz-grüne Koalition in Hessen könnte für den Frankfurter Flughafen unangenehme Auswirkungen haben. Nun haben sich Fraport, Lufthansa und andere Airlines in einem Brief an Volker Bouffier gewandt.
Die Lufthansa hat Volker Bouffier aufgefordert, den Bau des Terminal 3 nicht zu gefährden. Foto: dpa Die Lufthansa hat Volker Bouffier aufgefordert, den Bau des Terminal 3 nicht zu gefährden. Foto: dpa
Wiesbaden.  Eine erfolgreiche schwarz-grüne Koalition in Hessen wäre für CDU-Chef Volker Bouffier auch ein Signal für die Bundespolitik. «Ich will hier nichts überhöhen», sagte der Ministerpräsident dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». «Aber wenn wir hier fünf Jahre lang stabil und erfolgreich regieren, hat das natürlich Signalwirkung über Hessen hinaus.» Die Hessen-Union werde aber ihre Grundsätze nicht über Bord werfen.

CDU und Grüne setzten am Samstag die Koalitionsverhandlungen in Schlangenbad bei Wiesbaden hinter verschlossenen Türen fort. Die große Runde der Unterhändler wird von Bouffier und dem Grünen-Chef Tarek Al-Wazir geleitet. Welche Themen auf dem Programm standen, blieb unklar. Noch keine Einigung gab es bisher bei den Themen Finanzen und dem Frankfurter Flughafen. Nach Angaben eines CDU-Sprechers sollen weitere Ergebnisse am Dienstag bekanntgegeben werden.

Beim Flughafen geht es um das umstrittene Terminal 3 und um weniger Fluglärm etwa mit Hilfe von «Lärmpausen» und einer Begrenzung der Flugbewegungen. Die Luftverkehrswirtschaft hat nach dem «Spiegel»-Bericht in einem Brief an Bouffier verlangt, den weiteren Ausbau des Flughafens nicht zu gefährden.

Betriebsbeschränkungen dürften «nur als letztes Mittel» ergriffen werden, heißt es in dem Schreiben der Chefs von Lufthansa, Flughafentreiber Fraport sowie der Chartergesellschaften TUIfly und Condor. Frankfurt sei «unter den weltweit zehn größten Airports der einzige mit striktem Nachtflugverbot».

Am Donnerstag hatten sich CDU und Grüne auf Kompromisse in der Sozialpolitik geeinigt. Im umstrittenen Kinderförderungsgesetz (Kifög) sollen bald nach Inkrafttreten 2014 die Pauschalbeträge für die Betreuung behinderter Kinder erhöht werden. Das Sozialbudget soll insgesamt deutlich erhöht werden.

In den Ferien finden keine Montagsdemos statt, sondern lediglich Mahnwachen so wie gestern beim zweiten Jahrestag der Landebahn-Eröffnung. Foto: Rüffer
Flughafen-Protest und Koalitionsverhandlung Schwarz-Grün droht jede Menge Lärm

Weniger Fluglärm versprechen CDU und Grüne. Wie genau das erreicht werden soll, ist noch unklar. Sicher ist, dass sich das neue Bündnis auf Proteste einstellen muss.

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Die Lufthansa warnt die Hessen-CDU vor Zugeständnissen an die Grünen. Foto: Boris Roessler/Archiv
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Nach der Pilotenvereinigung warnt nun auch die Lufthansa die Hessen-CDU vor allzu großen Zugeständnissen in Sachen Terminal 3 und Lärmschutz gegenüber den Grünen. Die Airline droht indirekt sich andere "Drehscheiben" auszusuchen.

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