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Koalition in Hessen: Grünen-Pionier Koenigs wirbt für Schwarz-Grün

Er war dabei, als 1985 die erste rot-grüne Koalition in Hessen an den Start ging. Der Grünen-Politiker Tom Koenigs hält auch das neue schwarz-grüne Bündnis für ein realistisches Vorhaben. Und empfiehlt es seiner Partei auch auf Bundesebene.
Wiesbaden. 
Ein Ex-Mitarbeiter des Grünen-Politikers Tom Koenigs (im Bild) muss sich wegen Kindesmissbrauchs verantworten. Foto: dpa Bild-Zoom
Ein Ex-Mitarbeiter des Grünen-Politikers Tom Koenigs (im Bild) muss sich wegen Kindesmissbrauchs verantworten. Foto: dpa
Schwarz-Grün schmiedet in Hessen gerade das erste Regierungsbündnis in einem deutschen Flächenland. Gelinge ein Koalitionsvertrag ohne Formelkompromisse, könne die ungewöhnliche Allianz erfolgreich sein, sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Tom Koenigs der Nachrichtenagentur dpa. Die CDU sei sogar verlässlicher als die SPD, wie sich auf kommunaler Ebene gezeigt habe.


Frage: Sind die Grünen tatsächlich gut beraten, gerade mit der hessischen CDU zu koalieren?


Die Grünen können sich das nicht aussuchen. Vielleicht wäre es leichter, mit der CDU in Hamburg zu koalieren. Wir konnten es uns bei der ersten rot-grünen Koalition 1985 in Hessen auch nicht aussuchen, mit welcher SPD wir koalieren. Die war damals auch ziemlich rechts.

Wo sehen Sie die größten Gefahren für das schwarz-grüne Projekt?

Antwort: Erstmal müssen wir eine vernünftige Verhandlung hinkriegen, bei der sehr deutlich wird, dass es ein Wechsel ist. Dass es nicht weitergeht wie bisher, denn dafür haben wir uns eingesetzt. Und das muss natürlich vor allem im ökologischen und im gesellschaftspolitischen Bereich sein. Im Ökologischen ist es leichter als im Gesellschaftlichen, weil einen da ja Welten trennen. Ich bin froh, dass wir bei der doppelten Staatsbürgerschaft Unterstützung aus Berlin bekommen, das war ja mal ein Reizthema, wegen dem wir uns mit dem Vorgänger von Herrn Bouffier sehr direkt
und persönlich gestritten haben.

Warum erweist sich gerade Hessen nun schon zum zweiten Mal als das Politiklabor der Nation?

Antwort: Der grüne Landesverband ist relativ einig. Wir regieren in sehr vielen Gemeinden mit, was hilft. Wenn man, wie in Gießen, schon einmal eine schwarz-grüne und eine schwarz-rote Koalition gemacht hat, dann weiß man, was möglich ist. Dass zum Beispiel die CDU üblicherweise vertragstreu ist und die SPD üblicherweise die schönere
Programme schreibt. Die Frage der unterschiedlichen Kulturen habe ich eigentlich nie so erlebt, weil mich von der SPD auch Einiges trennt.


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