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Zwei weitere Festnahmen im S&K-Skandal

Von Im Multimillionen-Anlageskandal um die Frankfurter Immobiliengruppe S&K sind neben den sechs bereits inhaftierten Hauptverdächtigen zwei weitere Personen in Untersuchungshaft genommen worden.
Polizeibeamte vor einer Villa der Firmengruppe S&K. Foto: dpa Foto: dpa Polizeibeamte vor einer Villa der Firmengruppe S&K. Foto: dpa
Frankfurt.  Es handelt sich hierbei um Daniel F., den Vertriebschef der S&K-Gruppe, sowie um Marc-Christian S., der mehrere Geschäftsführerposten in dem weit verzweigten Firmennetz der S&K Holding bekleidete.

Am Freitag bestätigte die Frankfurter Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Bericht des Magazins "Wirtschaftswoche". Den nunmehr acht in Untersuchungshaft befindlichen Männern wird vorgeworfen, mittels eines Schneeballsystems gezielt Tausende Anleger geprellt zu haben, um ihren eigenen, äußerst ausschweifenden und luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Die Ermittler gehen vorläufig von einem Schaden im dreistelligen Millionenbereich aus. Bis zur abschließenden Prüfung der bei der bundesweiten Großrazzia am 19. Februar sichergestellten Dokumente dürften allerdings noch einige Monate vergehen.

Indes wurde gestern bekannt, dass die Münchner Fonds und Immobilien Holding (FIHM), deren indirekter Hauptgesellschafter die S&K Gruppe ist, bereits am vergangenen Freitag beim Münchner Amtsgericht einen Insolvenzantrag eingereicht hat. Wie die "Immobilien Zeitung" berichtet, gehen Beobachter davon aus, dass die FIHM mit diesem Schritt ihre geschlossenen Fonds vor der weiteren Entwicklung im S&K-Anlegerskandal schützen will.

Unabhängig von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft kommen immer mehr personelle Überschneidungen zwischen dem Umfeld der beiden S&K-Geschäftsführer Stephan Schäfer und Jonas Köller sowie der Führungsriege des Fachmagazins "Finanzwelt" ans Tageslicht. So bestätigt der Anwalt von "Finanzwelt"-Herausgeberin Dorothee S. auf Nachfrage der FNP, dass diese, wie berichtet, einen mit 5000 Euro pro Monat dotierten Beratervertrag mit der S&K Sachwert AG unterzeichnete. "Frau S. ist als ,Finanzwelt‘-Herausgeberin zurückgetreten und bereitet derzeit ihre Abberufung als Geschäftsführerin vor. Die Existenz zweier Beraterverträge kann ich bestätigen", so Anwalt Philipp von Mettenheim. Dies ändere nichts an der Zurückweisung des Verdachts, S. habe wegen der Kooperation mit S&K Einfluss auf redaktionelle Inhalte der "Finanzwelt" genommen.
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