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Achtung, fertig, in die Luft

Die Klasse 4d der Textorschule besuchte in Egelsbach die Polizeihubschrauberstaffel, sprach mit den Piloten über ihren Beruf und die Gefahren.
Ganz neu in Dienst gestellt wurde bei der Hubschrauberstaffel ein Flugzeug.	Foto: Fritzsche Ganz neu in Dienst gestellt wurde bei der Hubschrauberstaffel ein Flugzeug. Foto: Fritzsche
Egelsbach. 

3 – 2 – 1 – 0: Der Hubschrauber ist startbereit. Die Rotorblätter drehen sich schnell und immer schneller. Die Motoren dröhnen. Wind kommt auf. Es dauert nur noch wenige Minuten, dann hebt der Hubschrauber ab. Waren alle vor dem Start auf der Toilette? Wahrscheinlich schon! Polizeihauptkommissar Jens Geiser berichtet, dass sich die Toilette direkt in der Hubschrauberhalle befindet: "Wenn man im Hubschrauber auf die Toilette muss, dann hat man falsch geplant! Wir haben keine Toilette oder ähnliches an Bord. Im Fall der Fälle haben wir Spucktüten dabei, die sind wasserdicht."

Die Polizeihubschrauberstaffel befindet sich im südhessischen Egelsbach. Insgesamt arbeiten dort 21 Piloten und sieben Flugtechniker. Mit ihren drei Hubschraubern und dem neuen Kleinflugzeug fliegt das Team pro Monat rund 200 Einsätze. Oft starten sie, um den Verkehr aus der Luft zu beobachten und zu filmen. Bei 60 Prozent der Einsätze wird allerdings nach vermissten Personen gesucht.

Wir fragten Jens Geiser, was sein interessantester Einsatz war. Er erzählte uns von einem Erlebnis, bei dem sie eine ältere Dame suchten. Sie fanden sie in einem Bachbett, der Schlamm ging ihr bis zu den Knien. Wenn er und sein Copilot die Frau nicht gefunden hätten, wäre sie wahrscheinlich erfroren. Die beiden haben sich sehr gefreut, dass sie jemandem helfen konnten.

Bei den Personenfahndungen hilft den Piloten der am Hubschrauber angebrachte Scheinwerfer, der ein ganzes Fußballfeld beleuchten kann. Damit die Kollegen auf der Wache mit den Piloten kommunizieren können, sind mindestens neun Antennen am Hubschrauber installiert. Außerdem sind Kabelschneider über und unter dem Cockpit angebracht, damit eine Stromleitung, falls sie durch schlechte Sicht mal nicht gesehen werden konnte, ohne Gefahr für den Hubschrauber durchtrennt werden kann und er sich darin nicht verfängt.

Die Ausbildung der Hubschrauberpiloten ist sehr umfangreich. Besonders gefragt sind Kenntnisse in Physik, Mathematik, Chemie, Technik, Englisch, Geografie sowie allgemeines Wissen, Vorstellungsvermögen, psychische Belastbarkeit, Teamfähigkeit und Motivation. Außerdem darf ein Pilot keine Sehhilfe tragen und er braucht eine gute körperliche Fitness. Die Piloten dürfen maximal zehn Stunden am Tag im Einsatz sein.

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