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Aus Restmüll wird Fernwärme

Wo landet eigentlich der ganze Müll, der am Frankfurter Flughafen jeden Tag anfällt? Dieser Frage ist die Klasse 4 a der Grundschule Schneidhain mit ihrer Lehrerin Bärbel Fricke nachgegangen. Und die Kinder bekamen es dabei sogar mit einem Drachen zu tun.
Frankfurt. 

Schon von weitem sieht man den gigantischen rauchenden Drachen der Müllverbrennungsanlage (MVA) in Frankfurt-Heddernheim. Zusammen mit der Abfallbeauftragten der Fraport, Andrea Freund und dem Schichtleiter Jürgen Geisel erleben Amin, Jessica, Linus, Fiona, Felina, Leonhardt und Finn einen spannenden Rundgang durch die MVA.

250 Müllwagen rollen hier täglich an, um Restmüll vom Flughafen und aus den Haushalten der Stadt in den riesigen Müllbunker zu entladen. Metallische überdimensionale Klauen, die so aussehen wie aus einem Horrorfilm, können sogar von Kinderhänden geführt werden. Die Steuerung ist wie bei einer Spielekonsole. Macht man alles richtig, rutscht der Müll durch einen Trichter in ein großes Feuer.

Zum nächsten Level geht es vorbei am "Drachenbauch" und breiten Rohrlabyrinthen zum Brennofen. Hier gibt es nur kleine Klappen zum Reinschauen, denn alles ist sehr heiß, und man kann sich leicht verletzen. Hier wird der Restmüll verbrannt. Mit der dabei entstehenden Wärme wird Strom erzeugt, und damit werden Wohnungen mit Fernwärme beliefert. Wie bei einem Feuer im Kamin entstehen auch Rauch und Abfallstoffe. Das Rauchgas wird von allen schädlichen Stoffen gereinigt und die Schlacke später in stillgelegten Bergwerken entsorgt.

Am Ende der ganzen Anlage wird das gereinigte Rauchgas durch den Schlund des Drachens – den großen Schornstein – in die Umwelt gelassen. Jürgen Geisel erklärt, dass das gar kein Rauch, sondern nur noch Wasserdampf ist. Die ganze Anlage ist so kompliziert, dass man nach einer Ausbildung wie zum Beispiel zum Elektriker, weitere zwei Jahre und mehr als 4000 DIN A4-Seiten lernen muss, um hier arbeiten zu können.

Am Flughafen in Frankfurt entsteht jedes Jahr eine erbliche Menge an Restmüll. Eine Tonne ist ungefähr so viel, wie ein kleines Auto wiegt. Würde es keine Müllverbrennung geben, würden riesige Müllberge auf Deponien entstehen. Aber auf diese Weise wird aus dem Müll vom Flughafen Strom für Lampen, Computer, Küchengeräte und viele andere Dinge. So ist auch der Restmüll nicht so wertlos, wie man denkt.

Amin, Jessica, Linus, Fiona, Felina, Leonhardt, Finn

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