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Babys kommen auf die Welt, wann sie wollen

Aus der Baby- und Kinderstation, über Rettungswagen und die richtige Hygiene berichten die Kinder der Kallse 3b aus Frickhofen.
Den Rettungswagen durften sich die Kinder bei ihrem Besuch im St.-Vincenz-Krankenhaus genau anschauen.	Fotos: Nils Hering/Silvia Zierke Bilder > Den Rettungswagen durften sich die Kinder bei ihrem Besuch im St.-Vincenz-Krankenhaus genau anschauen. Fotos: Nils Hering/Silvia Zierke
Limburg. 

Weiß ist die Farbe des Krankenhauses. So ist es auch in Limburg. Drinnen viele Pflanzen, draußen unter Bäumen Bänke und Tischgruppen zum Ausruhen, man fühlt sich willkommen. In der Eingangshalle sind viele Lichter, auch im Boden sind sie eingebaut. An den Wänden gibt es eine Kunstausstellung mit Bildern, die man kaufen kann (200 Euro oder 400 Euro).

Telefonzellen, ein Getränke- und ein Geldautomat, eine Poststelle und ein Informationsstand gehören auch zur Ausstattung, ebenso wie Aufzüge und Toiletten. Außerdem helfen viele Schilder beim Sich-Zurechtfinden.

Autoren: Marc Reichwein, Anne-Marie Frede , Ünzüle Yildiz

Wie groß, wie schwer ?

Auf der Wochenbettstation im 3. Stock liegen die "Wöchnerinnen", das sind die Mütter der neugeborenen Kinder. Zwischen 45 bis 50 Zentimeter und drei bis vier Kilogramm sind die durchschnittlichen Maße eines Babys. Erst einmal schreien sie, weil es nach der gemütlichen Wärme im Bauch kalt, laut und zu hell ist. Sie trinken nach Bedarf, ungefähr alle drei Stunden: "Die Brust ist das Beste", erklärt uns Kinderkrankenschwester Brigitte Martin im Säuglingszimmer. Die Mütter lernen viel: wie man den Kopf richtig hält, das Waschen, Fieber messen, das Stillen und Wickeln. Am 3. Tag nach der Geburt geht es dann nach Hause!

Babys kommen auf die Welt, wann sie wollen – mal keins am Tag, mal zehn. 750 Kinder sind im Jahr 2010 im Limburger Krankenhaus zur Welt gekommen. Am PC kann man genau sehen, wie viele Jungen und Mädchen, wie viele am Tag, im Monat, im Jahr geboren sind.

Autoren: Jennifer Bachmann, Sophie Bös, Laura Noto, Isilay Aytemur

Der Kreißsaal

Hier kommen die Kinder zur Welt, in Betten, die von allen Seiten begehbar sind. Auf eine gemütliche Umgebung wird viel Wert gelegt – es gibt einen ganz neu eröffneten Kreißsaal (leider konnten wir ihn nicht besichtigen, da er von werdenden Müttern "besetzt" war). Eine Hebamme hilft das Kind auf die Welt zu bringen. Oft ist der Vater dabei.

Eine Geburt kündigt sich durch starke Wehen an, ein "schnelles" Baby ist ungefähr in einer Stunde auf der Welt.

Angst vor der Geburt hat fast jede Frau, schließlich kommt etwas ganz Neues auf sie zu.

Mütter sind überwiegend erst mal glücklich, wenn das Baby da ist, aber auch erschöpft.

Es gibt die normale Geburt und den Kaiserschnitt. Lässt die Geburt zu lange auf sich warten, bekommt die Mutter Medikamente.

Kommt ein Baby zu früh auf die Welt, hat es oft Probleme mit der Atmung, der Temperatur und dem Stoffwechsel. Hier helfen ein Wärmebettchen und ein Beatmungsgerät – alles in Kleinformat.

Autoren: Nils Hering, Sandra Schmidt

Eine bunte Kinderstation

Eine wunderschöne Aussicht auf Limburg hat man aus dem 7. Stock. Hier liegen kranke Kinder und Säuglinge, nach Altersgruppen getrennt.

Die schwer kranken Kinder werden in größere Kliniken verlegt – nach Siegen, Gießen, Mainz oder Wiesbaden.

Viele Kinder finden es toll, wenn die Eltern bei ihnen sind, denn oft haben sie Angst. Es gibt ein kleines Spielzimmer. Hier können sich die Kinder ein bisschen ablenken.

Schule haben die Kinder in Limburg nicht, weil sie nicht so lange dort sind. In größeren Kliniken gibt es gelegentlich Unterricht für Kinder, die sehr lange krank sind.

Autoren: Nora Schlegel, Lee-Ann Weimer, Faik Kocyigit

Sauberkeit ist oberstes Gebot

Deshalb gibt es Achim Schmidt, den Hygiene-Fachmann. Alle Ärzte und Krankenschwestern müssen sich oft die Hände desinfizieren, damit keine Krankheiten übertragen werden.

Desinfektion bedeutet "Vernichtung von Krankheitserregern".

Achim Schmidt hat uns ein Gerät gezeigt, mit dem man sehen kann, ob die Hände richtig desinfiziert sind. Wir durften es ausprobieren.

Alle Kinder haben ein flüssiges Desinfektionsmittel bekommen und mussten es verreiben, bis die Hände trocken waren.

In dem Blaulichtgerät waren alle Stellen, die eingerieben waren, weiß zu sehen, die noch nicht eingeriebenen braun. Ringe und Uhren darf man nicht tragen, weil man darunter nicht gut desinfizieren kann.

Autorin: Luisa Cichon

Mobile Helfer: Kranken- und Notarztwagen

Peter Faulhaber kam gerade von einem Einsatz zurück und hat uns einiges erklärt. Sieben Krankenwagen und einen Notarztwagen gibt es in Limburg – einer kostet 114 000 Euro! Die Scheiben sind verdunkelt, damit man nicht hineinsehen kann. 1800 Einsätze mit Krankenwagen gab es im letzten Jahr.

Wir bewundern noch das fahrbare Krankenbett: Es ist eine "Roll-in-Striker-Trage", sie wiegt 65 Kilogramm und kostet 7000 Euro!

Autorin: Anika Größchen

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