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Backe, backe Kuchen . . .

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 der Grundschule Hausen besuchten die Bäckerei Simon in ihrem Stammhaus im Ortskern von Ellar.
Die Schülerreporter aus Hausen mit ihren selbst geformten Brezeln in der Bäckerei Simon. Bilder > Die Schülerreporter aus Hausen mit ihren selbst geformten Brezeln in der Bäckerei Simon.
Ellar. 

"Mhmm, hier riecht es aber lecker. Da bekomme ich ja einen riesigen Hunger!", stellte ein Reporterkind zu Beginn unserer Besichtigung der Backstube fest.

Einen Vormittag lang durften die Kinder dann den verlockenden Duft frischer Backwaren schnuppern, ihre neugierigen "Reporter-Nasen" in jede Abteilung der Bäckerei reinstecken und sich sogar im Anschluss selbst als Bäcker ausprobieren.

Für Stefan Simon, den Chef des traditionellen Familienbetriebes, war es eine Selbstverständlichkeit, den interessierten "ZING-Nachwuchsreporter" seine Großbäckerei und sein freundliches Team ausführlich vorzustellen und alle Fragen der "Nachwuchsbäcker" geduldig und humorvoll zu beantworten.

Nebenbei erfuhren diese alles Wissenswertes rund um das mittelständige Unternehmen, das reichhaltige Sortiment, das selbstauferlegte Reinheitsgebot und den interessanten Bäckerberuf.

Die Bäckerei Simon

Seit fünf Generationen werden in der Bäckerei Simon im Westerwald leckere Backwaren hergestellt. Die Bäckerei wurde bereits im Jahr 1857 von Jakob Heun in Ellar gegründet. Nach dem Gründungsdatum ist auch das beliebte Brot "1857" benannt, welches bei der Umfrage in der Klasse 4 auf Platz 1 der "Lieblingsbrote" landete.

Seit 1988 wird das Unternehmen, das mittlerweile 20 Filialen und 140 Mitarbeiter umfasst, von Stefan Simon geführt. Das Erfolgsrezept der Bäckerei lautet, dass bei Simons traditionelles Backwerk mit Fortschritt verknüpft wird.

Hier wird ausschließlich nach althergebrachten Familienrezepten ohne Zukauf von Fertigprodukten oder Tiefkühlwaren gebacken und sich strikt an das selbstauferlegte Reinheitsgebot für natürliche Backwaren gehalten.

Für ihre hohe Qualität und den frischen Geschmack erhält die Bäckerei Simon sogar immer wieder viele Goldauszeichnungen bei Brotprüfungen.

In der Backstube

Schon lange bevor die vielen Verkaufsstellen ihre Türen öffnen und man die frischen Backwaren kaufen kann, läuft die Arbeit in der Backstube schon auf Hochtouren.

Insgesamt gibt es hier 40 Maschinen verschiedener Größenordnung und mehrere Kühlanlagen.

Jeden Tag der Woche gibt es ein festgelegtes Angebot an Brot, Brötchen und Feingebäck mit einem abwechslungsreichen Programm und einer vielfältigen Auswahl.

Täglich werden ungefähr 14 000 Brötchen gebacken, wobei es fast 30 verschiedene Brötchensorten gibt. In einen der riesigen Backöfen passen sogar bis zu 200 Brote.

Die Backwaren werden dreimal täglich von den Fahrern mit ihren sechs Lieferfahrzeugen oder den zwei Verkaufsfahrzeugen in die 20 Filialen gebracht. Dazu müssen die Fahrer bis nach Wiesbaden fahren.

Konditorei-Besuch

In der Konditorei werden in der Woche durchschnittlich zwischen 30 und 40 runde und ungefähr 180 eckige Torten angefertigt. Jetzt in der Vorweihnachtszeit werden zusätzlich zahlreiche Leckereien und ein buntes Plätzchensortiment zusammengestellt.

Die beliebtesten Torten sind die bewährten "Klassiker" wie "Käsesahneschnitten" und "Schwarzwälderkirschtorte". Bei den leckeren und kreativen Hochzeitstorten handelt es sich um die größten und aufwendigsten Torten. Allerdings war die größte Torte, die hier für ein Jubiläum gebacken wurde, eine riesige Kirche.

Arbeit des Bäckers

Der Arbeitstag einiger Bäcker beginnt schon ab 2 Uhr, also mitten in der Nacht, und die Bäcker, die für den Teig verantwortlichen sind, müssen sogar schon um 1 Uhr nachts in der Backstube sein. Eine Arbeitsschicht kann dann bis neun Stunden dauern. Grundlage für eine Ausbildung zum Bäcker ist ein guter Haupt- oder Realschulabschluss.

Zum Bäckerberuf gehört trotz der Vielzahl an heutigen Maschinen und Geräten, die der Arbeitserleichterung dienen, immer noch viel körperliche Arbeit. Natürlich muss ein Bäcker auch technisches "Know-how" im Umgang mit den modernen Maschinen besitzen und einige strenge Hygienebestimmungen beachten.

Autoren: Klasse 4

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