E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 30°C

Beim Beladen muss ganz schön viel gerechnet werden

Wie viel Kerosin benötigt ein Flugzeug eigentlich für seinen Flug? Diese und noch viele weitere Fragen rund um die Flugplanung und das Beladen eines Flugzeuges beantworten Kent Altunay (Sachbearbeiter Betrieb und Verfahren), Sven Schabos (Projekt Manager, Ground Services) und Oliver Heidler (Ramp-Agent).
Frankfurt. 

Um den Kerosinverbrauch für einen möglichst Treibstoff sparenden Flug berechnen zu können, informieren sich Kent Altunay und Sven Schabos über den Flugplan, die aktuelle Wetterlage und die Buchungslage (Anzahl der Passagiere und Gewicht für die Fracht). Danach erstellen sie ein "Load- und Trimsheet". Dies sind Pläne, die dem Piloten zeigen, was auf dem Flug transportiert wird, und wie die Lasten im Flieger verteilt sind, denn das Flugzeug muss immer im "Trim" – in Balance – sein. Sind die Lasten ungleichmäßig verteilt, wird es auf dem Flug gefährlich, und es wird unnötig viel Kerosin verbraucht. Beispiel-Berechnung: Die Boeing 767 wiegt leer 92 920 Kilo.

Für ihren letzten 10,5-stündigen Flug nach Punta Cana (Karibik) kommen weitere 32 493 Kilo Ladung (264 Passagiere und Fracht) und 55 600 Kilo Kerosin (im Rumpf und in den Tragflügeln gelagert) hinzu. Das Landegewicht lag nach einem Kerosinverbrauch von 48 700 Kilogramm bei 132 313 Kilo. Für den Notfall hatte die Flugplanung gezielt mehr Kerosin eingeplant.

Neben dem Load- und Trimsheet erhält der Pilot etwa eine Stunde vor Abflug nochmals die aktuellsten Wetterdaten. Dabei interessiert er sich besonders für Wind und Luftdruck, da die Flugzeit und der Kerosinverbrauch wesentlich davon abhängen.

Altunay und Schabos gefällt ihr Beruf, da er viel mit Mathematik zu tun hat und Abwechslung bietet. Unvergessliche Erlebnisse waren für die beiden der Transport eines Babywals in einem speziell angefertigten Transportbehälter und ein Stromausfall, der ihre Computer lahm legte. Damals mussten sie vorübergehend mit Taschenrechner, Stift und Zettel auskommen.

Oliver Heidler zeigt uns das Vorfeld. Dort arbeiten viele Menschen gleichzeitig auf Hochtouren, da die Flugzeuge pünktlich starten müssen. Die Fracht wird in Containern oder mit Netzen gesichert auf Paletten auf das Vorfeld transportiert und durch die Lade-Crew nach elektronischem Plan ins Flugzeug befördert.

Zur Startseite Mehr aus Themen von A bis Z

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen