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"Der Pilz ist eigentlich ein Apfel"

Das Treffen mit dem Pilzsachverständigen Bernhard Broschart ist wie eine Einladungskarte zu einem Ausflug in die Pilzkunde.
Der grüne Knollenblätterpilz ist sehr gefährlich, denn die Gifte in ihm können zu Leberversagen und damit zum Tod führen.	Foto: Privat Der grüne Knollenblätterpilz ist sehr gefährlich, denn die Gifte in ihm können zu Leberversagen und damit zum Tod führen. Foto: Privat
Thalheim. 

Die Kinder der Klasse 4 der Grundschule Thalheim treffen sich im Rahmen des Projektes Zeitung in der Grundschule mit Bernhard Broschart an der Grillhütte in Thalheim. Ausgestattet mit Körbchen und Messern warten alle gespannt darauf, im Wald nach "guten" und "bösen" Pilzen zu suchen.

Bevor es aber losgeht, bekommen die Kinder und die Erwachsenen viel Interessantes und Überraschendes über Pilze erzählt: Der größte Teil des Pilzes befindet sich in der Erde, das sogenannte Pilzgeflecht. Das, was wir über der Erde sehen, nennt man Fruchtkörper. Vergleichbar mit einem Apfel am Baum. "Der Pilz ist eigentlich ein Apfel", erklärt der Pilzexperte.

Pilzkunde

Und weiter geht die Pilzkunde: Pilze sind Lebewesen, keine Tiere, keine Pflanzen. Pilze sind Pilze, eine eigene Gattung. Sie können keine Photosynthese betreiben und brauchen zum Beispiel Bäume, um zu leben.

Es gibt Schleimpilze, die sich in ihrem Leben bis zu einem halben Meter vorwärts bewegen können. Der verteufelte Fliegenpilz wird erst gefährlich, wenn man 100 Kilogramm davon gegessen hat. Der grüne Knollenblätterpilz ist dagegen sehr gefährlich. Schnecken und Eichhörnchen fressen ihn aber gerne und vertragen ihn auch. Der größte Pilz ist der Hallimasch, der unterirdisch mehrere Fußballfelder groß werden kann. Pilze sind so stark, dass sie eine 300 Jahre alte Buche abtöten können. Sie höhlen sie einfach aus. Pilze schützen Bäume aber auch vor Krankheiten. Pilze bestehen zu 90 Prozent aus Wasser. Und vieles mehr weiß Bernhard Broschart zu berichten.

Nach einer guten Stunde Pilzkunde geht es nun in den Wald. Dort sehen, fühlen, probieren und sammeln die Kinder Pilze. Da sie einen Fachmann dabei haben, dürfen sie auch mal in einen rohen Pilz beißen und das Röckchen vom Parasol probieren. Bernhard Broschart warnt aber: "Beißt nie in einen rohen Pilz und schon gar nicht in einen, den ihr gar nicht kennt!"

Das Röckchen vom Parasol schmeckt nussig. Der gelbe Sonnentäubling wird schnell wieder ausgespuckt, da er scharf schmeckt. Aus allen Ecken des Waldes bringen die Kinder und die Erwachsenen Pilze, die Broschart fachkundig begutachtet. Am Ende des Nachmittags schaut er in die Körbe. Alle "guten" Pilze wie Parasol, Steinpilz und Champignon nehmen die Kinder mit nach Hause. Alles andere bleibt im Wald. Autoren: Klasse 4

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