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Der erhobene Zeigefinger hat ausgedient

Um das Sortiment seiner beiden kleinen Reformhäuser in Oberursel für neue Kundenkreise zu öffnen, hat Reiner Herrmann vor drei Jahren die beiden alten Ladengeschäfte geschlossen und verfolgt mit dem Liwell-Reformhaus im Holzweg einen neuen Weg. «Reformhäuser können nur überleben, wenn die Sichtweise der Verbraucher aufgegriffen wird», ist sich der Geschäftsmann sicher.

Um das Sortiment seiner beiden kleinen Reformhäuser in Oberursel für neue Kundenkreise zu öffnen, hat Reiner Herrmann vor drei Jahren die beiden alten Ladengeschäfte geschlossen und verfolgt mit dem Liwell-Reformhaus im Holzweg einen neuen Weg. «Reformhäuser können nur überleben, wenn die Sichtweise der Verbraucher aufgegriffen wird», ist sich der Geschäftsmann sicher.

Der Grundgedanke, das Wohlergehen und die Gesundheit der Menschen mit einem ganzheitlichen Sortiment für Körper, Geist und Seele zu fördern, sei nach wie vor topaktuell. «Lange Zeit waren Reformhäuser ein in sich geschlossenes System, das altbacken und verstaubt wahrgenommen wurde.» Dieses Vorurteil galt es laut Herrmann zu durchbrechen.

«Sonst haben Reformhäuser tatsächlich keine Chance in der Zukunft. Die Menschen wollen heute kein Dogma und keinen erhobenen Zeigefinger bei ihrem Einkauf», sagt Herrmann. «Konsumenten wollen sich auch beim Einkaufen wohlfühlen.» Als Kaufmann dürfe er nicht nur überlegen, wie der Kunde in sein Geschäft kommt. Entscheidend sei, dass der Kunde gerne komme, dann komme er auch wieder.

Der erste Eindruck beim Betreten des neuen Reformhauses im Holzweg ist positiv. Im Eingangsbereich ist Platz. Im Geschäft fällt der Blick auf farblich unterschiedlich arrangierte Warengruppen. Die Farben geben Orientierung in dem 430 Quadratmeter großen Ladengeschäft, vermitteln aber auch Lebensfreude. Fotos und Bilder geben das Gefühl, dass Gesundheit auch Genuss ist.

«Die Resonanz vor allem bei jüngeren Käufergruppen war verblüffend. Viele wussten gar nicht, dass sie in einem Reformhaus waren», berichtet Herrmann.

Damit seine Mitarbeiter im vorherrschenden harten Wettbewerb auch gerne arbeiten und mit Überzeugung die Produkte anbieten, investiert Herrmann in permanente Schulung seines Reformhaus-Teams. «Beratung schafft Vertrauen und Sicherheit der Kunden beim Einkauf», ist sich Herrmann sicher. «Und trotz des harten Wettbewerbs haben wir auch Spaß beim Verkaufen.» map

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