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Die Königsnatter hat Schuppen

Auch wenn man einen Flughafen nicht gerade mit Umweltschutz zusammenbringt, so spielt das Thema dennoch eine Rolle am Flughafen. In drei Bereiche des Umwelt- und Tierschutzes durften die Schüler der Klasse 3 b aus der Grundschule Stierstadt mit ihrer Lehrerin Gabriele Merlé bei ihren Recherchen am Airport reinschauen.
Sieht gefährlich aus, ist sie aber nicht: Die Königsnatter lässt sich gerne streicheln. Sieht gefährlich aus, ist sie aber nicht: Die Königsnatter lässt sich gerne streicheln.
Frankfurt. 

"Guten Tag, ich heiße Petra Simon und bin 47 Jahre alt. Ich bin Referentin für Tier- und Artenschutz und arbeite seit fünf Jahren für die Fraport AG." So kommt die Biologin Petra Simon in den Vortragsraum und stellt eine große schwarze Kiste auf den Boden. In der Kiste sind mehrere Boxen. Ganz vorsichtig öffnet sie eine Box. Sie holt einen Skorpion heraus und setzt ihn auf ihre Hand. Keiner traut sich nahe heran. Simon erklärt uns: "Man muss keine Angst vor gefährlich aussehenden Tieren haben. Aber man muss lernen, wie man mit ihnen umgeht." Sie stupst den Skorpion mit einem Stift an. Er nimmt die großen Zangen über den Kopf und rollt den Schwanz auf. "Er sticht nur, wenn er sich bedroht fühlt."

Ganz kuschelig

Aus der zweiten Box krabbelt eine riesige Spinne auf den Tisch. Das ist Thekla, die Vogelspinne. Die dürfen wir anfassen, weil sie uns nicht beißen will. Sie hat nämlich keine Zähne sondern Giftklauen, die sie zum Essen braucht. Spinnen essen keine Menschen.

An den acht Beinen hat die Spinne ganz viele Haare und sie fühlt sich weich und kuschelig an. Thekla ist schon eine alte Dame: 15 Jahre alt. Sie ist in Deutschland geschlüpft, aber ihre Eltern kamen aus Honduras und Costa Rica, also aus Südamerika.

Als Petra Simon die dritte Box aufmacht, passt Louis nicht auf. Er erschreckt ganz schön, denn die schwarz-weiß-rote Schlange sieht wie eine Giftschlange aus. Das ist aber nur ein Trick, sie sieht wie eine Giftschlange aus, damit sie von ihren Feinden nicht gefressen wird. Sie hat auch keine Giftzähne. Wir dürfen die Rote Königsnatter anfassen. Man kann genau die Schuppen spüren, die sie auf der Haut hat. Ständig bewegt sie ihre dünne Zunge, die an der Spitze gespalten ist. Eigentlich ist das ja ihre Nase, denn Schlangen riechen mit der Zunge.

Immer wieder verirren sich Tiere auf das Flughafengelände. Das ist für das Tier und den Flugverkehr gefährlich. Im Wald werden kranke oder in Not geratene Tiere gefunden. Und Fluggäste versuchen in ihrem Reisegepäck exotische Tiere aus anderen Ländern nach Deutschland zu schmuggeln. Solche Tiere müssen versorgt und untergebracht werden. Auch bei Petra Simon in ihrer Wildtier/Exoten-Auffangstation in Dudenhofen, wo sie gepflegt werden.

Momentan gibt es dort ungefähr 140 Tiere. Unter anderem Rehe, Füchse, Stinktiere und Würgeschlangen. Petra Simons Aufgabe ist es, Kinder zu Tierexperten zu machen: ,,Wer weiß, wie man auch mit Tieren umgeht, hat keine Angst vor ihnen und kann ihnen helfen und sie schützen."

Kindergärten und Schulen in der Umgebung des Flughafens können die Biologin für Vorträge zu sich einladen. Dazu bringt sie ihre Tiere mit. Man kann aber auch zu ihr in die Station kommen. Die Fraport AG hat Petra Simon als Mitarbeiterin, weil sie es für ganz wichtig hält, dass Kinder über Tiere gut Bescheid wissen.

Amelie, Aroosa, Josefine, Louis, Mauricio, Pauline, Theo

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