E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 21°C

Eine Auffangstation für Papageien mitten im Wald

Raus aus der Stadt und rein ins Weiltal. So lautete das Motto der Klasse 4b aus der Grundschule Oberursel Mitte. Mit ihrer Lehrerin besuchten die Kinder die Vogelburg bei Hasselbach.
Hasselbach. 

Es kommt ein Krächzen und Schreien aus der Vogelburg. Als wir reinkommen, werden wir von einem «Guck mal» überrascht. Wir schauen uns um, aber wir sehen nur einen Papagei. Er sitzt auf einem großen Ast im Freien. Wir holen uns schnell Futter und gehen in ein großes Haus. Die Vögel fliegen auf unsere Schultern und wir füttern sie. Danach gehen wir raus und ganz viele Kinder füttern auch die großen Papageien. Auf einmal wird Dennis Jonda von einem Vogel gebissen. Er hat nicht aufgepasst. Er hat ein bisschen geblutet und wird gleich verarztet.

Die Vogelburg bei Hasselbach ist etwas Besonderes. Sie ist eine «Auffangstation» für Papageien und nimmt Vögel auf, wenn der Besitzer keinen Platz mehr hat. Beschlagnahmte Vögel nimmt sie nicht auf. Die Vogelburg ist 10 000 Quadratmeter groß. Na ja, schon schwer, sich das vorzustellen. Sagen wir, sie ist ungefähr so groß wie ein großes Fußballfeld.

Wildgehege

Der Vogelpark wurde 1981 von Hans Steiner gegründet. Der Park ist also 29 Jahre alt. Bevor es ein Vogelpark wurde, war es ein Wildgehege und stand zum Verkauf. Hans Steiner kaufte das Grundstück, um seine Papageien artgerecht zu halten. Es war keine direkte Geschäftsidee, die Vogelburg öffentlich zu machen. Um die Vögel artgerecht zu halten und gleichzeitig mehr Vögel aufzunehmen, wollte Hans Steiner die Gehege vergrößern. Aber dies durfte er nicht, weil der Vogelpark in einem Naturschutzgebiet liegt. Deswegen machte er ihn öffentlich, dann durfte er seine Gehege vergrößern.

Als Hans Steiner die Vogelburg gründete, brachte er ungefähr 80 Papageien mit. Inzwischen sind es schon über 700 Vögel. Alle Papageien sind selten, denn sie sind vom Aussterben bedroht. Sie sind aber sehr gesund, denn sie werden weniger krank als Hunde oder Katzen. Zum Essen bekommen die Vögel Obst, Gemüse und Körnerfutter.

Beheizte Gehege

Die Vögel in der Vogelburg dürfen nicht frei herumfliegen, weil es zu viele Greifvögel in der Nähe gibt. Die Hauptbeschäftigung der Tiere ist das Leben mit den vielen anderen Vögeln. In den Käfigen können sie frei fliegen und mit Ästen und Spielsachen spielen. In Stillgehegen können sie alleine sein. Im Winter sind die Vögel in beheizten Gehegen. Die Vögel bekommen keine Babys. Wenn sie Eier legen, werden diese weggenommen. Sonst ist zu wenig Platz in der Vogelburg, weil zu viele Vögel da sind.

Die Vogelburg verkauft keine Vögel, denn sie gehören noch den alten Besitzern. Die können ihre Vögel immer besuchen. Wenn die Vögel sterben und keine Krankheit haben, werden sie auf dem eigenen Friedhof beerdigt.

Roberto Becciu, Debora Gampfer, Lars Heroth, Blanca Kirchner, Luca Meintrup, Emilia Spremberg, Mai Anh Tran, Clemens Vogel, Anton Blümler, Tim Drechsler, Julian Ingrisch, Moritz Rehberg, Antonia Romanazzi, Antonio Valk

Zur Startseite Mehr aus Themen von A bis Z

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen