E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Film ab – so einfach ist das nicht

Wie kommt der Film auf die Leinwand? Diese Frage stellte sich die Klasse 4 der Grundschule «Am Kastanienhain» in Königstein-Schneidhain und fragte im Kinopolis Sulzbach nach.
Sulzbach. 

Man geht ins Kino, kauft sich ein Ticket, ein bisschen Popcorn und genießt den Film. So einfach ist das – aber nur für den Zuschauer.

Torsten Schwab, der Assistent der Betriebsleitung, erklärt, wie viel Technik dahinter steckt: Das Kino bewirbt sich beim Filmverleih für einen Film. Der Film wird in Teilen auf verschiedenen Spulen geliefert – je nach Filmlängen in vier bis sieben Spulen. Jens Döring, der Filmvorführer, untersucht die Rollen nach Rissen und Kratzern und repariert sie mit Spezialklebeband. Dann klebt er alle Spulen zusammen, so dass ein langer Filmstreifen entsteht. Vorne dran kommen noch die Werbung und die Vorschau auf die neuen Filme.

Alle für den Film benötigten Filmstreifen werden vom Filmvorführer im Vorführraum auf eine Spule gerollt. Bei einem langen Film ergibt das einen fast drei Kilometer langen Filmstreifen, der bis zu 25 Kilogramm wiegt. Die Filmrolle wird auf die Telleranlage gelegt und dann durch einen Projektor geführt. Dabei wird der Film auf die Leinwand geworfen. Dann erst kann man den Film mit Popcorn und einer Cola genießen.

Ein 3D-Film besteht aus drei Dimensionen: Höhe, Breite und Tiefe. Bei der Herstellung des Films wird mit zwei Kameras gefilmt. Beim Anschauen durch die 3D-Brille sieht das eine Auge nur das eine Bild und das andere Auge nur das zweite Bild. Das Gehirn versucht, die beiden Bilder zusammenzusetzen und die Lücke zu schließen. Dadurch werden die Bilder lebendig. Für das Abspielen von 3D-Filmen braucht man eine sehr teure Ausrüstung: einen 3D-Projektor, eine Silberleinwand und die 3D-Brillen für die Zuschauer. Weil das alles so teuer ist (etwa 100 000 Euro) muss man für die Kinokarte auch mehr bezahlen.

Jens Döring sagte, dass wir die letzte Generation sind, die diese Filmrollen noch sehen können. Bis Ende 2011 soll ganz auf die digitale Methode umgestellt werden. Dann werden alle Filme auf einer Festplatte geliefert. Sie wird mit Hilfe eines Computers abgespielt. Wenn der Computer abstürzt, stürzt auch der Film ab. Der Filmvorführer muss sich in der Zukunft also sehr gut mit Computern auskennen.

Luisa Dilger, Ophelia Fellhauer, Sophie Mühlbauer, Merle Sachs, Joanna Sale, Maja Simeth,

Franziska Ulbrich

Zur Startseite Mehr aus Themen von A bis Z

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen