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Flugzeugreinigung im Sauseschritt

Wenn die Passagiere das soeben gelandete Flugzeug verlassen, ist Hektik angesagt. Denn die Reinigungsteams müssen schnell arbeiten.
Das Reinigungspersonal hat nicht viel Zeit, um zu putzen. Das Reinigungspersonal hat nicht viel Zeit, um zu putzen.
Frankfurt. 

Boeing 767-300 der Air Kanada aus Ottawa gelandet morgens um 9.32 Uhr am Flughafen Frankfurt/Main. Unser erster Eindruck: Überall im Flugzeug liegt Müll auf den Sitzen und auf dem Boden herum. Leere Flaschen (Wasser und Alkohol), benutzte Decken, Essensreste, Socken, Kissen, Kopfhörer, Zeitschriften, Zeitungen, zerknüllte Klarsichtverpackungen und sogar eine Bordkarte.

Dann rückt das Putzteam der Fraport mit Mülltüten, Staubsauger, Eimern und farbigen Reinigungstüchern an. Der Vorarbeiter verteilt Müllbeutel, und jeder weiß, was zu tun ist. Vier Frauen und vier Männer fangen zügig an, das Flugzeug zu reinigen. Heute haben sie dafür 75 Minuten Zeit, weil der Flieger erst gegen Mittag wieder startet.

Die Reinigungszeit, und was genau alles gereinigt werden soll, wird in Verträgen mit den verschiedenen Airlines festgelegt. Kleinere Maschinen müssen teilweise in nur acht Minuten gereinigt werden. Bei größeren Maschinen läuft die Zeitspanne von 30 Minuten bis zu 1,5 Stunden. Jetzt werden, Decken und Kissenhüllen, Restmüll , Nassmüll und Papiermüll in Plastiksäcken getrennt eingesammelt. 80 Prozent des anfallenden Mülls besteht aus Papier wie Zeitungen und Zeitschriften. Insgesamt fallen bei einer kleineren Maschine 10 bis 15 Kilo und in einer größeren Maschine (A 380 oder Jumbo) bis zu 200 Kilo Müll an.

Boden und Sitze müssen gesaugt werden. Monitore, Tische, Fernbedienungen werden abgewischt, Toiletten gereinigt und die Sitztaschen wieder mit dem richtigen Infomaterial bestückt. Besonders wichtig ist, dass eine Sicherheitskarte sich in jeder Sitztasche befindet.

Rolf Weber vom Bodenverkehrsdienst der Fraport erklärt uns, dass nur Sicherheitskarten des entsprechenden Flugzeugtyps an jedem Sitz eingesteckt werden dürfen. Falls keine Karte vorhanden ist, darf der Sitz nicht benutzt werden. Die Sicherheitskarte ist wichtig für das Verhalten der Passagiere, wenn im Flugzeug ein Notfall eintritt.

Das Putzteam hatte bereits zwei kleinere Maschinen und eine größere Maschine in ihrer Schicht gereinigt.

In einem Interview mit Rolf Weber erhalten wir wichtige Informationen über die Organisation der Flugzeugreinigung. In diesem Bereich arbeiten 800 Beschäftigte in drei Schichten. Der überwiegende Teil der Beschäftigten arbeitet Vollzeit, und der Anteil von Frauen und Männern ist ungefähr gleich groß. An jeder zweiten Flugzeugposition stehen Müllcontainer für Altpapier und Restmüll bereit, so dass der Müll auf kürzestem Weg entsorgt werden kann.

Ist doch spannend, wie viel Müll die Flugzeuge durch die Luft transportieren.

Mina, Lisa, Laura,

Viktoria, Feline

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