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Geldfresser und andere KSK-Geheimnisse

Die Klasse 4b der Herzenbergschule Hadamar berichtet aus der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse Limburg.
Limburg. 

Wissen Sie was mit Ihrem Geld passiert, wenn sie es in den Automaten einzahlen? Nein? Die Kinder der Klasse 4b wollen es heute erfahren. Der Filialleiter Alexander Hilb von der Kreissparkasse (KSK) Limburg erklärt es ihnen.

Zuerst zahlt er einen Zehn-Euro-Schein in den Geldautomaten ein. Die Kinder starren gespannt auf den Bildschirm. Der Geldautomat zählt wie viel Geld eingezahlt wurde. Alexander Hilb macht die Klasse auf ein Schild aufmerksam, das am Automaten klebt. Dazu sagt er: «Man darf keine Geldmünzen und schon gar keine Büroklammern, Stecknadeln oder Geld in einem Briefumschlag in den Schlitz stecken. Auch stark zerknitterte Scheine kann der Automat nicht lesen.»

In der Sparkasse gibt es auch einen Münzzählautomaten, dieser zählt das Kleingeld. Nachdem man es in einen Behälter geworfen hat bekommt man einen Zettel, auf dem steht wie viel Geld man in den Behälter gefüllt hat. Der Münzzählautomat erkennt die Münzen an ihrer Größe und an ihrer rauen Oberfläche. Nach dem Zählen fällt das Geld in eine Kiste. Wenn diese voll ist, wird sie in einem Panzerwagen zur Landeszentralbank nach Wiesbaden gebracht. Also frisst keiner der Automaten wirklich Geld.

«Geheimnisvolle» Zonen

Beim Rundgang durch die KSK Limburg zeigt Alexander Hilb der 4b zuerst die Zone 1, wo mehrere Automaten stehen. Diese Zone hat rund um die Uhr das ganze Jahr über geöffnet. Kunden können also auch nachts oder am Wochenende Geld einzahlen, Geld abheben oder sich Kontoauszüge ausdrucken lassen. Die zwei Zonen werden nach Feierabend durch eine Wand abgetrennt. Die zweite Zone steht den Kunden nur zu festen Öffnungszeiten zur Verfügung. Dort befinden sich neben weiteren Geldautomaten, Servicepoints und Büros mit freundlichen Mitarbeitern ein Ausstellungsraum und ein riesiger Flaschenturm, der sich zur Überraschung aller bei genauerer Betrachtung als Brunnen entpuppt.

Der Brunnen weckt bei vielen Schülern großes Interesse. Deshalb wird der Rundgang kurz unterbrochen, damit alle in Ruhe das besondere Kunstwerk bewundern können. Erst jetzt erkennen die Kinder, dass Wasser ganz langsam und leise an den Flaschen hinunter fließt. Während einige schon dabei sind die Anzahl der Flaschen zu schätzen, verrät Alexander Hilb, dass der Brunnen aus über 11 000 Glasflaschen besteht, es sich dabei aber nicht um Pfandflaschen handelt.

Auf dem Weg zur nächsten Attraktion kommen die Kinder der 4b an einer netten Dame vorbei, die der Klasse freundlich hinter einer dicken Glasscheibe zuwinkt. Es handelt sich bei diesem Schalter um die Hauptkasse, die mit Panzerglas geschützt ist. Über einen Flur und einige Stufen nach unten erreicht die Klasse nach dem Durchschreiten mehrerer Sicherheitstüren den echt coolen Tresor.

Die dicke Stahltür

Alle Kinder stehen aufgeregt vor der 35 Zentimeter dicken Stahltür. Sie denken, dass sie gleich ganz viele Geldscheine zu sehen bekommen. Aber in diesem Tresor sind nur Mietschließfächer, von denen kein Mitarbeiter weiß, was sich in den Fächern befindet. Nur der Mieter selbst kennt den Inhalt. Gerade, weil niemand genau weiß, was sich in den vielen Schließfächern an Wertsachen befindet, ist das Durchschreiten des Tresors noch spannender. Handelt es sich dabei vielleicht um wertvollen Schmuck, Geld oder das Testament? Dennoch ist der Tresor kleiner als die Kinder gedacht hatten. Die Sicherheitssysteme und auch der Zahlencode für den Tresor wurden von den Reportern der Klasse 4b jedoch nicht aufgedeckt, das bleibt weiterhin das Geheimnis weniger Mitarbeiter der KSK Limburg.

Filialleiter im Gespräch

Die letzte Station auf ihrem Rundgang durch die KSK Limburg erreichen die Kinder nach einer langen Odyssee durch ein großes Treppenhaus und einen langen Flur vorbei an vielen Büros. Ziel ist der Sitzungssaal im oberen Stock. Die Kinder bombardieren Alexander Hilb mit vielen zum Teil schwierigen Fragen. Er nimmt sich sehr viel Zeit für die Klasse und schafft es, den Kindern alle Fragen gut verständlich zu beantworten. Am Ende ist die Klasse 4b vom Rundgang durch die Hauptstelle der KSK Limburg begeistert.

Der Filialleiter Alexander Hilb arbeitet seit 30 Jahren bei der Kreissparkasse. Er erzählt, dass sein Beruf sehr abwechslungsreich ist. Im Schnitt betreut er zehn Kunden am Tag. Hin und wieder führt er auch Schulklassen durch die KSK Limburg. Alexander Hilb sagt mit viel Überzeugung, dass ihm seine Arbeit nach wie vor viel Freude macht. Sein Beruf ist nie langweilig, weil er jeden Tag mit unterschiedlichen Menschen zusammenarbeitet. Die Atmosphäre in der Bank und die Begeisterung von Alexander Hilb wirken sehr ansteckend. Einige Kinder sehen sich in Gedanken bereits als erfolgreiche Bankmitarbeiter.

Autoren: Klasse 4b der Herzenbergschule Hadamar: Sofia Bonk, Diana Dombridou, Marie Charleen Dresler, Nicole Hohlwein, Johanna Leber, Laura Oberbauer, Betül Pektas, Kimana Schmidt, Beyza Nur Süer, Aylin Tekin, Lara Theofel, Shania Vacin, Adilcan Dogrucu, Phil Leonard Dolz, Marvin Kuhl, Max Lingner, Randy Obermann, David Rajczyk. Klassenlehrerin: Annette Bockmühl

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