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Lob und Dank im Monsterraum

Von Das Projekt Zeitung in der Grundschule wartete in diesem Jahr mit einem neuen Teilnehmerrekord auf. In der Selma-Lagerlöf-Schule blickten Schüler, Lehrer und Gäste auf das Projekt zurück.
Die 4. Klasse der Selma-Lagerlöf-Schule mit Musiklehrerin Karin Rudolph-Nispel gestaltete die ZING-Abschlussveranstaltung vor Vertretern von Fraport, Schule, IZOP und HK. Die 4. Klasse der Selma-Lagerlöf-Schule mit Musiklehrerin Karin Rudolph-Nispel gestaltete die ZING-Abschlussveranstaltung vor Vertretern von Fraport, Schule, IZOP und HK.
Zeppelinheim. 

Einmal ist auch die schönste Aktion vorbei. Das gilt auch für das Projekt Zeitung in der Grundschule (ZING), an dem in den zurückliegenden drei Monaten mehr als 100 Klassen und rund 2000 Schüler beteiligt waren, wie Projekt-Betreuerin Michelle Spillner erläuterte. Im vergangenen Jahr seien es 70 Klassen gewesen, schon damals eine Rekordbeteiligung.

Zum Ende eines solchen Projekts gehört eine Abschlussfeier, und für die zeichnete jetzt die Selma-Lagerlöf-Schule in Zeppelinheim verantwortlich. In ihrem "Monsterraum", einem kleinen Saal, in dem auch ein paar schauerliche Pappmaché-Figuren stehen, hatten sich Schüler, Lehrer und Gäste eingefunden.

Die vierte Klasse und ihre Lehrerin Karin Rudolph-Nispel, die für das Projekt das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks besuchten und darüber berichteten, hatten ein kleines Programm vorbereitet. Ein Rap mit dem Text von Goethes "Erlkönig" und ein Sketch über eine dubiose Schulpsychologin, die es einfach nicht verstehen kann, dass Schüler Hausaufgaben machen und sogar Zeitung lesen, erfreute die Gäste.

Höhepunkt aber war der Auftritt einer dreiköpfigen "Familie", in dessen Mittelpunkt es um die Lösung der Rechenaufgabe 28 durch 7 ging. Das Ende vom Lied: Der Vater will 28 Torten kaufen, sieben Nachbarn einladen, um zu sehen was dabei rauskommt. Der Sohn allerdings kam zu dem Schluss, dass das zu teuer sei, und außerdem: "Dann müsste ja jeder vier Torten essen. Das schafft keiner."

Die stetig steigende Zahl der Teilnehmer sei ein Beleg für die Beliebtheit von ZING, so Spillner. Sie verwies auf die vielen Mitwirkenden, ohne deren Engagement das Projekt nicht so erfolgreich geworden wäre. "Es gab zuvor Seminare für Lehrkräfte, dann musste alles koordiniert werden und schließlich waren viele Redakteure bei den Außenterminen dabei – aber die normale Zeitung musste dennoch gemacht werden", betonte Spillner.

Im Zeitraum des Projektes gab es jeden Tag eine aktuelle Zeitung für die beteiligten Schulklassen. "Das waren rund 150 000 Zeitungen, die wir dank der Fraport kostenlos an die Schüler verteilt haben", verwies Spillner auf den Sponsor. Rainer Gomolluch von der Fraport ist ebenfalls von ZING begeistert. "Es war sehr viel Arbeit für uns, alle Termine unter einen Hut zu bringen, ohne den Ablauf auf dem Airport zu behindern", sagte Gomolluch. Er war überrascht über die von den Schülern verfassten Berichte: "Da waren wirklich schwierige Themen dabei."

Als besonders beliebt haben sich die Flughafenrundfahrten erwiesen, der absolute Renner war jedoch die Besichtigung des Airbus A 380. "Beim Gang durch die beiden Decks oder beim Blick in das Cockpit kamen die Schüler aus dem Staunen nicht mehr heraus", berichtete Rainer Gomolluch.

Markus Moog vom IZOP-Institut in Aachen, das unter anderem Medienprojekte fördert, dankte der Frankfurter Neuen Presse, die dieses Schülerprojekt seit vielen Jahren bietet, und den Lehrkräften, die sich engagiert eingebracht hätten. "Es ist schön zu wissen, dass dieses Projekt im nächsten Jahr seine Fortsetzung findet", betonte Moog.

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