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Manche Service-Leistung ist nicht sichtbar

Die Klasse 3 b der Grundschule Köppern durfte sich mit ihrer Klassenlehrerin Dr. Karin Mülle, Schulleiterin Marita Krystek und Sozialpädagogin Elke Koch drei ganz besondere Angebote des Frankfurter Flughafens anschauen.
Bettina Janotta vom Kirchlichen Sozialdienst begrüßt alle Passagiere in Not mit einem besonders herzlichen Lächeln. Foto: Runa Trummheller, Benedikt Wierichs Bettina Janotta vom Kirchlichen Sozialdienst begrüßt alle Passagiere in Not mit einem besonders herzlichen Lächeln. Foto: Runa Trummheller, Benedikt Wierichs
Frankfurt. 

So vielfältig wie die Menschen am Frankfurter Flughafen sind, so sind auch die Serviceleistungen für die Passagiere. Neben den Geschäften und Restaurants gibt es auch Dienste, die nicht viele Fluggäste zu sehen bekommen und die man vielleicht nicht vermutet.

Eine Serviceleistung, die es nun bereits seit 30 Jahren gibt, ist der Kirchliche Sozialdienst. Damals bat der Flughafen die Evangelische Kirche, sich um Fluggäste in Not zu kümmern. Inzwischen sorgen sich fünf Mitarbeiter um hilfsbedürftige Passagiere aus der ganzen Welt. Dabei ist es ganz egal, welche Sprache die Hilfesuchenden sprechen und welcher Religion sie angehören, denn der Hilfsdienst ist für alle Menschen da. Wenn die Passagiere in Schwierigkeiten geraten sind und Polizei und Mitarbeiter der Airlines nicht mehr weiter helfen können, kommen sie in eines der zwei Büros des Kirchlichen Sozialdienstes im Terminal 1.

Hier werden sie von der Sozialpädagogin Bettina Janotta und ihrem Team sowie von Jörg Könen (Verwaltung) freundlich empfangen. Bei Getränken und Keksen dürfen die Menschen aus aller Welt berichten, was passiert ist. Sprechen sie weder deutsch, englisch, spanisch oder italienisch, also eine der Sprachen, die die Mitarbeiter beherrschen, dann wird mit Händen und Füßen erzählt, ein Übersetzungprogramm im Computer zur Hilfe genommen oder aus den vielen ausländischen Mitarbeitern des Flughafens ein Übersetzer gesucht.

Die Probleme der Hilfesuchenden sind meistens vielfältig. Es kommen Fluggäste, die beklaut wurden, die Sachen verloren haben, die ihren Anschlussflug verpasst haben, denen ein Stempel zum Weiterfliegen im Pass fehlt oder die nicht abgeholt wurden. Manchmal kommen auch Bettler und psychisch Kranke.

Bettina Janotta und ihr Team versuchen zunächst, die Passagiere zu beruhigen, um dann mit ihnen gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Oft ist den Menschen schon geholfen, wenn sie zu Hause bei Familie oder Freunden anrufen dürfen und diese um Hilfe, wie um die Überweisung von Geld, bitten dürfen.

Sind die Papiere weg, sucht der Kirchliche Sozialdienst Informationen über zuständige Konsulate und Botschaften heraus. Wenn die hilfsbedürftigen Fluggäste mehrere Tage und Nächte am Flughafen sind, kaufen die Sozialpädagoginnen ihnen Brötchen und Getränke, geben ihnen Geld zum Duschen oder auch Kleidung zum Wechseln. Außerdem bekommen die Kinder ab und zu ein Kuscheltier zum Trost geschenkt. So unterstützt der Kirchliche Sozialdienst, dessen Büros von Montag bis Freitag besetzt sind, ungefähr 25 Menschen pro Woche. Bezahlt wird der Kirchliche Sozialdienst hauptsächlich von der Diakonie Frankfurt und der Evangelischen Kirche, einen Teil übernimmt die Fraport AG. Außerdem werden Spenden gesammelt, um diese wichtige Aufgabe am Flughafen zu unterstützen.

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