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Projekt ZING: Basalt – ein Gestein unserer Heimat

Über das Balsatwerk der Johann Schmidt KG in Elbgrund berichten die Schülerreporter der Klasse 4 aus Langendernbach.
Unter den Blicken von Klaus Horneck, Geschäftsführer der Firma Schmidt KG, probiert Elisa aus, wie hart Basalt ist. Unter den Blicken von Klaus Horneck, Geschäftsführer der Firma Schmidt KG, probiert Elisa aus, wie hart Basalt ist.
Langendernbach. 

Im Basaltwerk Elbgrund haben wir viel über das Gestein aus unserer Heimat erfahren. Wir hatten uns gut auf unseren Besuch im Basaltwerk vorbereitet und viele Fragen gesammelt, die wir Klaus Horneck, dem Chef des Steinbruchs stellten. Wir waren zu einem Pressetermin eingeladen und alle mit einem Presseausweis ausgestattet. Das Betreten des Steinbruchs ist für Unbefugte verboten.

Klaus Horneck erklärte uns, dass vor etwa 40 Millionen Jahren dort, wo jetzt eine 60 Meter tiefe Grube im Steinbruch ist, ein großer See war. Unter diesem See befand sich ein Vulkan. Dort baute sich Druck auf, und eines Tages brach der Vulkan aus. Weil das heiße Magma unter der Erde auf eine Wasserblase traf, ereignete sich eine gewaltige Explosion. Magma schoss aus der Erde, es erkaltete, und es entstanden riesige Mengen an schwerem Gestein: der Basalt. Ein Teil des Magmas floss langsam aus der Erde und erkaltete deshalb auch langsam; es entstanden säulenförmige Gesteinsformationen aus Basalt.

Alle Straßen im Westerwald bestehen zum Teil aus Basalt, außerdem wird Basalt für Pflastersteine und Schotter verwendet.

Seit 60 Jahren wird das Basaltwerk in Elbgrund betrieben, zurzeit arbeiten dort sieben Mitarbeiter. Weil es im Steinbruch laut ist, tragen die Arbeiter meist einen Gehörschutz. Außerdem schützen sie sich mit Helmen und Sicherheitsschuhen gegen Verletzungen durch das Gestein.

Am Tag werden hier 2000 Tonnen Basalt abgebaut. Das funktioniert so: Zunächst wird Gestein aus der Wand herausgesprengt, Klaus Horneck ist auch der Sprengmeister hier im Steinbruch.

Nach der Sprengung werden die riesigen Gesteinsbrocken auf einen Schwerlastkraftwagen geladen und zum Brecher gefahren. Klaus Horneck zeigte uns anschaulich, dass der Brecher wie ein Nussknacker funktioniert und das Gestein in kleinere Brocken bricht.

Es olgt der nächste Arbeitsschritt, denn für die weitere Verwendung ist der Basalt meist immer noch zu groß. Jetzt kommen große Mühlen zum Einsatz, die wie eine Kaffeemühle das Gestein in noch kleinere Brocken zermahlen. Danach werden die Steine klassifiziert, das heißt, sie werden der Größe nach sortiert und können dann verkauft werden. Das Gestein hat eine besonders gute Qualität. Zwei Mal im Jahr wird das Basaltwerk von Gutachtern besucht, die das Gestein nach europäischen Normen auf seine Qualität untersuchen.

Basalt ist ein sehr schweres Gestein. Ein Brocken von einem Kubikmeter Größe wiegt ungefähr drei Tonnen.

In dem Basaltwerk befinden sich noch ungefähr 5,5 Millionen Tonnen Gestein, es kann also noch viele Jahrzehnte abgebaut werden.

Bei unserem Rundgang entdeckten wir an einer Wand Nistkästen, und wir fragten Klaus Horneck, wer denn dort wohne. Er erklärte uns, dass ein Teil des Steinbruches Naturschutzgebiet sei und die Nistkästen für Uhus aufgehängt worden seien. Außerdem lebten in dem Gebiet auch Fledermäuse und Molche sowie andere Tiere. Hier darf erst wieder in zwei Jahren Gestein gebrochen werden.

Autoren: Klasse 4 – Emir Barutcu, Elisa Bastian, Annalena Fischer, Jana Fuhrländer, Louis Gresser, Max Heep, Leandro Hohnen, Hannah – Marie Hütter, Maximilian Kaiser, Natascha Ott, Lena Schäfer, Maxima Schmidt, Leon Straßheim

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