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Raketenstart zur Sonne

Die Klasse 3a der Mittelpunktschule (MPS) St. Blasius bekam Besuch von den Mitarbeitern der Sternwarte Limburg.
Tim sieht mit Peter Krissel durch das Teleskop zur Sonne und sucht Sonnenflecken.	Foto: Lara Tim sieht mit Peter Krissel durch das Teleskop zur Sonne und sucht Sonnenflecken. Foto: Lara
Limburg. 

Die Kinder waren sehr aufgeregt, als Peter Krissel, Marc Rompel, Stephanie Geschwind und Carola Wagenknecht-Möhn mit ihren großen Taschen und Geräten den Klassenraum betraten. An diesem Morgen sollten die Kinder sehr viel über das Sonnensystem lernen. Doch erst einmal wurden eine große Leinwand, ein Beamer und verschiedene Versuchsmaterialien aufgebaut.

Voller Spannung hörten die Kinder Peter Krissel zu, der ihnen einiges über unser Sonnensystem erzählte und einen Film zeigte. Drinnen und draußen wurden auch verschiedene Versuche durchgeführt. So bastelten die Mädchen und Jungen im Laufe des Vormittags eine Rakete mit Luftantrieb. Auf dem Pausenhof konnte die Rakete unter Freudenrufen der Kinder ihren "Flug zur Sonne" antreten.

Autoren: Sophie, Lara, Jason, Dustin, Mahmut, Gül

Entstehung unseres Sonnensystems

Am Anfang gab es einen Stern, erklärte Peter Krissel den überraschten Kindern. Dieser war größer als unsere Sonne. Am Ende seines Lebens explodierte dieser Stern und aus den Resten entstand eine Gas- und Staubwolke, woraus später unser Sonnensystem entstand. Nach und nach verbanden sich die Staubkörner zu größeren Brocken, bis sich schließlich die Planeten daraus bildeten. Dies kann man mit einem Schneeball vergleichen, der im Schnee rollt. So entstand unser Sonnensystem mit acht Planeten. Es gibt gasförmige und gesteinsartige Planeten.

Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun heißen unsere Planeten. Dazu gibt es, so lernten es die Schüler der Klasse 3a, einen tollen Merksatz: "Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel." Doch einem Kind fiel auf, dass es früher neun Planeten gab. Was war mit dem neunten Planeten? Pluto gehört seit 2006 zu der Gruppe der Zwergplaneten und nicht mehr zu den Planeten. Er hat viele Geschwisterplaneten und kreist mit ihnen zusammen um die Sonne. Unsere acht Planeten aber kreisen alle alleine um die Sonne. Dies macht Pluto zu einem Zwergplaneten.

Überrascht waren die Kinder darüber, dass es neben unserem Sonnensystem noch viele weitere Sonnensysteme gibt. Um ein anderes Sonnensystem zu entdecken, muss ein Astronom zum Beispiel das Licht der Sterne beobachten. Wenn das Licht des Sternes von einem Schatten unterbrochen wird, sieht der Forscher, dass dort ein Planet um den Stern kreist.

Autoren: Jonathan, Laura, Tim, Irem, Nisa Nur, Adrian, Aysel

Start zum Sonnensystem

Augen machten die Schüler der 3a, als sie erproben sollten, wie groß die Erde im Verhältnis zur Sonne ist. Dazu hatten die Kinder verschieden große Kugeln und Bälle in die Hand bekommen. Es wurde geschätzt und geraten. Am Ende hatte die Sonne die Größe eines Handballes und die Erde war nur noch ein kleines Korn. Erstaunt waren die Jungen und Mädchen, als ihnen die Entfernung unseres Planeten zur Sonne veranschaulicht wurde. Wäre die Sonne im Klassenraum, müsste ein Kind mit der Erde den Klassenraum verlassen, ins Erdgeschoss der Schule und raus bis zum Pausenhof gehen.

Dann berichtete Peter Krissel, dass die Sonne in Wirklichkeit 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist. Könnte ein Mensch zur Sonne gehen, bräuchte er 4000 Jahre. Unser Sonnenlicht benötigt bis zur Erde sogar zirka achteinhalb Minuten. Natürlich weckte auch das Gewicht der Sonne das Forscherinteresse. Dies war für die Schüler kaum vorzustellen. 300 000 Erden wären nötig, um auf das Gewicht der Sonne zu kommen.

Ebenso neugierig verfolgten alle den Bericht zur Sonnenfinsternis (SoFi). Leider ist in Deutschland erst wieder am 3. September 2081 eine "SoFi" zu sehen. Die nächste vom Land zu sehende Sonnenfinsternis ist im Jahr 2013 in den USA zu beobachten. Eigentlich, so berichtet Marc Rompel, könnte es rein theoretisch durch die Fünf-Grad-Neigung der Mondbahn pro Monat eine Sonnen- und eine Mondfinsternis geben. Wir können sie jedoch vom Land aus nicht sehen.

Autoren: Valon, Yannik und Leonhard

Entdeckungen am Teleskop

Die jungen Forscher durften nun "live" wie richtige Astronomen die Sonne beobachten. Die Mitarbeiter der Sternenwarte hatten ein großes Teleskop mit einem entsprechenden Sonnenfilter auf dem Schulhof aufgebaut. Nun konnten die Jungen und Mädchen abwechselnd die Sonne betrachten. Es gab erstaunlich viele Details der Sonne zu entdecken: Protuberanzen, Sonnenflecken und die Granulation.

Protuberanzen, so konnten die Schüler erfahren, sind Ausbrüche auf der Sonne, wie zum Beispiel bei einem Vulkan. Sonnenflecken hingegen sind dunkle Flecken auf der Sonne, da dieser Bereich kälter ist, als der Rest der Oberfläche. Die Granulation ist als ein Muster zu sehen (Hell-Dunkel-Spiel). Heiße Plasmablasen steigen, wie Luftblasen in einem Kochtopf, zur Oberfläche der Sonne auf und sinken dann wieder ab.

Aber auch durch eine UV-Schutzbrille konnten die Schüler die Sonne beobachten und sahen unseren Heimatstern im Weißlicht.

Autoren: Nadine, Saskia

Alle Kinder der Klasse 3a waren von diesem Tag begeistert und wünschen sich ein erneutes Treffen mit der Sternwarte zum Thema Mond.

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