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Rambo und Lisbeth – glücklich im Altenheim

Haustiere im Altenheim – damit hatten die Schülerreporter nicht gerechnet, aber sie trafen bei ihrem Besuch Kaninchen Rambo und Katze Lisbeth. Die Bewohner dürfen beim Einzug sogar ihr Haustier mitbringen, damit sie sich gut einleben und in den Hausgemeinschaften wohlfühlen.
Jana und Soufiane befragen die NNP-Leserin Liesel Marschner im Altenheim in Kirberg.	Fotos: Klasse 4d Bilder > Jana und Soufiane befragen die NNP-Leserin Liesel Marschner im Altenheim in Kirberg. Fotos: Klasse 4d
Hünfelden-Kirberg. 

Seit dem 1. Juli 2012 ist das neue Altenheim, das den Schottener Sozialen Diensten angeschlossen ist, bewohnt. Heimleiterin Heike Schmid-Theis führte die Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule durch alle Räume des neuen Hauses und ermöglichte Interviews mit Senioren und Mitarbeitern.

Das alte Haus in der Limburger Straße, das schon vor 100 Jahren ein Krankenhaus und später ein Altenheim war, konnte den heutigen Anforderungen nicht mehr angepasst werden. Beim Bau und der Einrichtung des neuen Hauses konnte Heimleiterin Heike Schmid-Theis wertvolle Anregungen geben, weil sie schon viele Jahre in Altenheimen gearbeitet hat.

Das neue Haus hat viele große Fenster, ist hell und freundlich. Die Wände sind beige, weiß und braun gestrichen. Die gelb und weiß gestreiften Gardinen in den Aufenthaltsräumen passen gut dazu. Alles wirkt gemütlich. Das Haus hat von oben gesehen eine Y-Form und besitzt zwei Stockwerke. Auf jeder Etage sind zwei Hausgemeinschaften mit je zwölf Zimmern.

Vor jeder Tür hängt ein geschmücktes Namensschild im Rahmen. Jeder sucht ein Foto von sich aus, auf dem er oder sie noch jung ist oder schon älter. Zu jedem 23 Quadratmeter großen Zimmer gibt es eine eigene Nasszelle. In den Zimmern hängen orangefarbene Gardinen mit bunten Blättern. Es gibt ein Pflegebett, einen Schrank und einen Nachttisch aus braunem Holz. Man kann auch eigene Möbel mitbringen. Die meisten Senioren haben viele Fotos von ihren Verwandten an den Wänden. Eine Bewohnerin, Frau Heldt, häkelt sehr viel und hat die kunstvollen Topflappen im Zimmer aufgehängt. Auf dem Flur hängt sogar ein Spielautomat ohne Geldeinwurf. Hier wird es nie langweilig.

Autoren: Carla Schmidt und David Wagner

Kochschau, Wäscheberge und Haustier Rambo

13 Mitarbeiter sorgen dafür, dass in Haus und Garten alles gut läuft. Im Aufenthaltsraum jeder Hausgruppe gibt es eine moderne offene Küche, die nach Absprache auch von den Senioren benutzt werden kann. Hier können alle zusehen, wie die Mahlzeiten gekocht werden. Conny Schneider und Donata Schön sind für das Essen zuständig. Die Hauswirtschaftsleiterin Christel Schmitt-Losert entwirft jede Woche mit ihnen den Speiseplan, den die Bewohner am schwarzen Brett lesen können. Am Dienstag gab es Bohnensuppe, Spaghetti Bolognaise, Salat und Pudding. Der Kirschkuchen für den Feiertag war schon gebacken.

Es gibt jeden Tag viel Wäsche von 48 Senioren. Bettwäsche, Handtücher und Tischdecken werden von der Wäscherei abgeholt. Die übrige Wäsche wird im Haus gewaschen und im Trockner getrocknet. Anja Reichel bügelt die Wäsche.

Auf der Terrasse wohnt Kaninchen Rambo in seinem Stall. Die Senioren mögen ihr Haustier und besuchen es gern, wenn sie im Garten spazieren gehen. Man darf sogar sein Haustier ins Heim mitnehmen. Ein Ehepaar lebt mit Katze Lisbeth im Doppelappartement.

Manfred Günther pflegt den Garten, mäht den Rasen, schneidet die Sträucher und kehrt das Laub.

Autoren: Lorenzo Stöcklein, David Schneider und Dominik Luyckx

Altenpflege – nur Frauensache?

23 Mitarbeiter arbeiten in der Pflege und sozialen Betreuung – fast nur Frauen! Wir befragten zwei der wenigen Männer:

Günter Brod arbeitet hier als Altenpfleger. Ihm macht seine Arbeit Spaß. Er hat sein Arbeitshandy immer bei sich, damit er gerufen werden kann, wenn jemand seine Hilfe braucht. Am Morgen hilft er den Leuten beim Aufstehen, Waschen und Anziehen. Auch beim Essen ist er behilflich. Mit manchen Senioren muss er auch zur Toilette gehen. Jedes zweite Wochenende muss Günter Brod arbeiten.

Michael Serth ist Beschäftigungstherapeut und arbeitet in wechselnden Schichten: 7.45 bis 16.15 Uhr oder 11 bis 19.30 Uhr. Manchmal kommt er auch abends zum Dämmerschoppen. Er spricht sehr viel mit den Leuten, damit er sie gut kennenlernt und jedem helfen kann. Er spielt am Tisch Brettspiele oder zeigt ihnen, wie man mit der "Wii" umgeht. Wir staunten, dass es hier sogar eine Spielkonsole gibt. Damit kommen die Senioren in Bewegung und trainieren ihre Reaktionen. Seine Arbeit in dem schönen neuen Haus gefällt ihm und macht ihm Freude.

Autoren: Jann Nowoczin, Can Weitershausen, Silas Maurice Lawrenz und Tobias Schneider

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