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Spechte sind die Polizisten des Waldes

Die Klasse M1 der Hans-Thoma-Schule in Oberursel besuchte mit ihrer Lehrerin Magdalena Leistner den Förster an seinem Arbeitsplatz im Wald. Dort gab es aber nicht nur viel zu bestaunen, auch ein Spiel hatte der Forstbeamte mitgebracht.
Jacqueline hat einen Mistkäfer gefunden. Fotos: Klasse M1 Jacqueline hat einen Mistkäfer gefunden. Fotos: Klasse M1
Oberursel. 

Am Dienstag laufen wir von der Schule in den Wald, um den Förster Mathias Brand zu treffen. Wir haben viele Fragen an den Förster.

Auf dem Waldboden liegen viele Blätter und Eicheln. Eichhörnchen und Wildschweine essen gerne Eicheln. Dann laufen wir tiefer in den Wald. Im Wald ist es still, und wir hören nur die Vögel zwitschern. Manchmal raschelt es im Gebüsch. Wir merken auch, dass die Luft kühler und feuchter ist. Es ist auch dunkler, weil die Bäume so hoch und dicht wachsen und deshalb die Sonne verdecken.

Der Boden ist weich und voller Moos. Es riecht nach Holz und moderig. Die Stämme der Bäume sind rau, einige fühlen sich glatt an und andere sehen ganz schuppig aus. Die eine Seite des Waldes ist heller als die andere, denn auf der helleren Seite stehen Laubbäume, die das Licht besser durchlassen.

Auf dem Waldboden sehen wir auch viele Sämlinge. Der Förster erklärt uns, dass daraus Bäume werden. Er erklärt uns auch, dass es in diesem Jahr ganz viele Eicheln gibt. Er sagt, dass dieses Jahr ein Mastjahr ist. Alle zwei bis drei Jahre gibt es so ein Jahr.

Dann laufen wir zu einem Baumstumpf. An dem Stumpf können wir im Holz viele Ringe sehen. Der Förster erklärt, dass das Jahresringe sind. Wenn man die zählt, weiß man, wie alt der Baum geworden ist. Wildschweine und Vögel essen Samen. Den scheiden sie wieder aus und dann wächst eine neue Pflanze. Der Förster sagt wörtlich: "Vögel scheißen sich ihren Wald zurecht."

Dann zeigt er uns ein Stück Rinde von einer Fichte. Sie ist voller Löcher, die der Borkenkäfer reingefressen hat. Die Rinde hat auch größere Löcher, die der Specht reingepickt hat, weil er Borkenkäfer gesucht hat. Der Förster sagt: "Der Specht ist die Polizei des Waldes", denn er zeigt ihm, was im Wald los ist.

Zum Schluss zeigt der Förster auf eine Eiche. Wir sollen raten, wie alt sie ist. Das fällt uns nicht leicht. Wir müssen lange raten. Förster Mathias Brand sagt uns dann, dass sie schon 143 Jahre als ist und dass Eichen 400 bis 500 Jahre als werden können.

Als wir uns vom Förster verabschieden, rät er uns, dass wir uns zu Hause unbedingt nach Zecken untersuchen sollen. Denn Zecken sind kleine schwarze Insekten, die sich in die Haut bohren und dann schlimme Krankheiten verursachen können.

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