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Starke Beine aus Titan

Auch das Räderwerk und die Ausbildungswerkstatt wurden von den Schülern unter die Lupe genommen.
Frankfurt. 

Paul Hofmann hat uns durch die Räderwerkstatt geführt. Dann hat er uns die verschiedenen Abteilungen, in denen 56 Angestellte arbeiten, gezeigt. Es hat ziemlich nach Gummi gestunken. Hier werden 22 000 Reifen pro Jahr repariert und instandgesetzt.

Ein Reifen wiegt zwischen 30 und 300 Kilo, ist ungefähr 130 Zentimeter hoch und hat rund 15 Bar Druck (ein Fahrrad hat 4 Bar). Flugzeugteile werden nicht repariert, sondern sofort ausgetauscht. Während seines Lebens bekommt ein Flugzeug bei etwa 6000 Starts und Landungen über 25 Mal neue Reifen. Nach ungefähr 250 Landungen werden die Räder abgenommen, in die Werkstatt gebracht, gereinigt und gründlich gecheckt. Es wird genau überprüft, ob keine Risse in den Felgen sind. Falls die Felge einen Riss hat, wird sie sofort ausgetauscht. Erst, wenn man sicher ist, dass das Rad im perfekten Zustand ist, wird es wieder montiert.

An einem A 340 befinden sich 12 Räder. Ein Fahrwerk-Satz besteht aus einem nose-landing-gear (Bugrad), einem center-landing-gear (Zentrum) und zwei main-landing-gears (rechtes und linkes Hauptfahrwerk). Ein Großteil des Startgewichts von 270 Tonnen wird vom Hauptfahrwerk getragen.

Bei einem Flugzeug gehört das Fahrwerk, in der Fachsprache auch Beine genannt, zu den am stärksten beanspruchten Teilen. Bei einem Airbus A 340 muss das Fahrwerk beim Landen bis zu 190 Tonnen Gewicht auffangen. Es ist die einzige direkte Verbindung zwischen Flugzeug und Boden. Es besteht aus Stahl und Titan, damit es der extremen Belastung standhält. Nach spätestens acht bis zehn Jahren muss das Fahrwerk eines Flugzeugs komplett ausgebaut und überprüft werden. Dies kann zwischen drei und sechs Wochen dauern. Das Fahrwerk wird ausgebaut, gereinigt und entlackt. Anschließend wird der Zustand des Fahrwerks überprüft.

Robin, Benjamin, Paul, Etienne, Jan, Nabil und Arian

Feilen und Sägen

In der Halle, in die Kai Göbel uns geführt hat, haben alle Azubis konzentriert gearbeitet. Kai Göbel hat uns erzählt, dass die Ausbildung zum Fluggerätemechaniker dreieinhalb Jahre dauert. Im ersten Ausbildungsjahr lernt man in den Ausbildungswerkstätten Feilen, Sägen, Bohren und Biegen von Metall. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr beginnt der Einsatz direkt am Flugzeug. Hier lernt man mit den Facharbeitern den Aufbau eines Flugzeugs. Die Lufthansa-Technik bildet pro Jahr 300 Lehrlinge aus. Die Lehrlinge arbeiten im Schichtdienst. Die Frühschicht beginnt schon um 6 Uhr und endet um 14 Uhr. Zum Abschluss durften wir noch ins Cockpit eines A 340.

Nils, Zineb, Antonia, Katharina, Sophia

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