Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

«Vital bis ins hohe Alter – dafür muss man etwas tun»

Gut aussehen, gesund bleiben, Ausdauer trainieren – Gründe, ein Fitnessstudio zu besuchen, gibt‘s genug. Doch die einstigen Muskeltempel haben sich gewandelt und müssen sich weiter ändern. Wohin die Reise geht, darüber sprachen wir mit Dieter Manthey vom Sport- und Fitnesspark Steinbach.

Gut aussehen, gesund bleiben, Ausdauer trainieren – Gründe, ein Fitnessstudio zu besuchen, gibt‘s genug. Doch die einstigen Muskeltempel haben sich gewandelt und müssen sich weiter ändern. Wohin die Reise geht, darüber sprachen wir mit Dieter Manthey vom Sport- und Fitnesspark Steinbach.

Sport wie bei Turnvater Jahn ist out – wie halten Studios die Menschen bei der Stange, besser am Gerät?

MANTHEY: Das wichtigste Motiv für Sport basiert auf der Heilkraft der Bewegung. Wir müssen einen Unterschied machen zwischen reinen Fitnessstudios und Gesundheitssport-Zentren. Der Trend ist eindeutig: Gesundheit steht vornan. Und auch in den Studios zeigt sich: Die Menschen werden immer älter und wollen bis ins hohe Alter vital bleiben. Das geht nur mit regelmäßigen Übungen.

Was bedeutet: Junge Menschen sind eine nicht erreichbare Zielgruppe?

MANTHEY: Es ist schwer, sie zu motivieren. Die Studios müssen auf Trends reagieren, ohne überzureagieren. Jede neue Trendsportart wird auch von uns geprüft, gewogen und oft für zu leicht empfunden. Andere hingegen haben einen Gesundheitsaspekt und finden sich in den Programmen wieder. Alle Studios müssen reagieren, aber die Jugend zu bekommen, ist eine sehr schwere Aufgabe.

Also Spiel, Spaß, Spannung als Werbemittel? Chillen auf dem Laufband?

MANTHEY: Bedingt. Sport macht Spaß, aber nur Spaß ist auch falsch. Wer gesund bleiben will, muss an sich arbeiten.

Dann sind also die Senioren die große Zielgruppe?

MANTHEY: Zielgruppe ist, wer gesund bleiben und sein will. Da die demografische Entwicklung zu einem älteren Deutschland weist, sind diese Bürger natürlich ein wachsender Markt.

Wohin wird der Trend führen?

MANTHEY: Das bestimmen schon allein die Finanzen der Kassen. Denn gerade sie unterstützen, dass Menschen etwas für ihre Gesundheit tun – und nicht zuletzt bemerken die Bürger, dass von den Kassen nicht mehr alles bezahlt wird, was an Behandlungen möglich wäre. In diesem Fall sind Gesundheitszentren Partner für Vorbeugung und durchaus auch Heilung. Ich denke, dass die reinen Muskelaufbaustudios in naher Zukunft Probleme haben werden. Gute Studios arbeiten mit Ärzten zusammen und fangen so viel auf.

Zahlreiche kleinere Sportvereine bekommen Schwierigkeiten, die zertifizierten Übungsleiter zu bezahlen. Sind Kooperationen mit Studios möglich?

MANTHEY: Da sehe ich wenig Chancen, denn die Preise eines Vereins können wir bei unseren Angeboten nicht halten. Und natürlich wollen Fitnesscenter auch Geld verdienen.

Viele Menschen greifen zu schnellen Lösungen – durch den Kauf von Geräten aus TV-Werbung oder Großmärkten. Das ist doch eine Lösung für den kleinen Geldbeutel . . .

MANTHEY: Natürlich ist nichts gegen einen Hometrainer zu sagen, aber die meisten Geräte benötigen eigentlich fachliche Anleitung und sind nicht für ganzheitliche Trainingsmethoden geeignet. bur

Zur Startseite Mehr aus Themen von A bis Z

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse